Druckschrift 
Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Die Gefässe der römischen Zeit.

Die Gefässe der römischen Zeit sind, soweit der rheini-sche Teil Galliens und Germaniens in Anbetracht kommt, indrei Gruppen einzuteilen: Es lassen sich zunächst die bereitsbesprochenen jüngsten La Tene-Gefässe bis in die römischeZeit hinein verfolgen, dann die derselben Epoche zuzuschrei-benden lose gebackenen germanischen Urnen und drittens die,allmählich beide Gefässarten verdrängenden, härter gebacke-nen römischen Töpfe. Die La Tene-Gefässe linden sich aufbeiden Seiten des Ober- und Mittelrheins; zu derselben Zeitentwickelten sich am Niederrhein und, wo sonst Germanenunter römischer Oberherrschaft oder als Freie lebten, die leichtgebackenen lederfarbigen germanischen Töpfe entweder weiteroder aber sie gingen, wie auch die der La Tene-Cultur, indie römische Cultur auf, der die härter gebackenen Gefässeeigentümlich sind. Da wo Kömer Italiens oder römisch orga-nisirter Provinzen Roms hausten und keltische oder germa-nische Völkerschaften nach römischer Weise organisirt wurden,tritt seit dieser Organisation die hart gebackene Keramik auf,welche unter Zuhülfenahme der Drehscheibe und der Formhergestellt ist. Diese Keramik nenne ich die römische derrömischen Zeit; die leichter gebackeneu, zumeist ohne Dreh-scheibe hervorgebrachten schmutzig grauen, braunen oderschwarzen Töpfe kann man nicht ohne Grund und der Kürzewegen als die germanischen römischer Zeit bezeichnen. Eserg'iebt sich also folgende allgemeine Gruppirung der Gefässerömischer Zeit:

A. Die römischen Gefässe der römischen Zeit.

11. Die germanischen Gefässe der römischen Zeit.

Koenen, Gefässkunde.

5