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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
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Tragen eines Baues übernahm, Opfer darzubringen. Es fandsich liier eine geebnete Stelle, auf der die Brandschicht mitden Seherben ruhte; in der Umgehung lagen einige karlin-gische Gräber. Bei einer von mir am Landsegnungsweg inAndernach für das Bonner Prov.-Müseum vorgenommenenGrabung zeigte sich gleichfalls eine sorgfältig geebnete Fläche.Auf derselben ruhte eine mit Gefässscherben vermischteBrandlage. Dann folgte eine überaus roh ohne Mörtel auf-geführte Grundmauer. Es lagen hier und da zwischen denBausteinen Stücke ausgeglühter Holzkohlen, vermischt miteiner grossen Anzahl von Gefässscherben, oder wenigstens,mit seltenen Ausnahmen, nicht vollständig erhaltenen Gefässen.Zerbrochene Töpfe standen in nischenartigen Oeffnungen anden Seitenteilen des Gesteins, und auch diese waren von aus-geglühten Holzkohlenstückchen umgeben. Ausserdem fandensicli hier und da Eischalen und Geflügelknochen. In derUmgebung lagen auch hier einige Gräber (C. Koenen, Zurkarling. Keramik, Westd. Zschr. VT, S. 354366). Dasselbewar bei einem von mir in Gohr bei Neuss untersuchten kar-liugischen Steinbau der Fall. Ich habe in der Westd. Zschr.a. a. 0. noch mehrere andere Funde angegeben, wo unter oderin besonderen Nischen im Mauerwerk Gefässe vorgefundenwurden und daselbst auch diese Sitte näher besprochen. Esgenügt, auf diese Art des Vorkommens der meisten karlingi-schen Gefässe aufmerksam gemacht zu haben. Daran an-knüpfend bemerke ich, dass, während die Brandschicht vonMeckenheim nur die friihkarlingischen Scherben aufwies, in

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den neben derselben aufgedeckten Gräbern, die offenbar denBewohnern des Hauses angehörten, Gefässreste sich zeigten,die zum Teil noch den in der Brandschicht gefundenen ähn-lich sind, zum Teil einen anderen Charakter haben. Die, derBrandschicht selbst noch fremden Gefässe stimmen in einigenStücken mit denen des Andernacher Baufundamentes überein;dieses Fundament hat überhaupt Töpfe aufzuweisen, welchedeutlich die Uebergänge zu den spätkarlingischen Formenveranschaulichen. Deshalb erscheint es ratsam, von diesemgesichteten Funde auszugehen.