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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
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sind für die frühkarlingische Zeit recht charakteristische Töpfe.Sie zeigen hartgebackene Wände und aufgelegte Reliefbänder,welche mit kleinen, recht tief und scharfkantig eingedrückten,quadratischen Grübchen versehen sind. Diese Grübchen liegenin mehreren Reihen nebeneinander und sind vermittelst einesRädchens hergestellt. Die flachen breiten Henkel gehendirekt von dem oberen Halsrande aus, was überhaupt für diekarlingischen Gefässe bezeichnend ist. Die Farbe ist ge-wöhnlieh weissgelb oder gelblichrot ; aber es finden sich auchblaugraue Reliefschmuck-Gefässe. Bereits im Bonner Jahrb.H. LXIII, S. 170 habe ich derartige Gefässe als karlingischbezeichnet. Später fand sich die abgebildete unter einemfrühkarlingisehen Plattenbelag der karlingischen Stiftskirchevon Neuss. In der Nähe wurde eine zweite gefunden (vgl.meinen Aufsatz in der Wd.-Z. Jahrg. VI, S. 354 u. 362).Dann wurden Scherben derartiger Gefässe in der frühkarlin-gisehen Gräberschicht des Meckenheimer Gräberfeldes ange-troffen (vgl. meine Arbeit im H. 92 der Bonner Jahrb.Auf-deckung einer vorgesch. Niederlassung und frank. Gräbervon Meckenheim" S. 240). Endlich fanden sie sich in derMeekenheimer Brandschicht (vgl. 0. Rautert, Bonner Jahrb.H. XCI1IKarolingische Brandschicht bei Meckenheim").Scherben habe ich überall auf beiden Rheinseiten angetroffen,wo sich nach historischen Zeugnissen karlingisch-fränkischeAnsiedelungen befanden. In älteren Gräbern und Culturschichtenfehlen solche Gefässe. Der zu den spätkarlingischen Töpferei-erzeugnissen von Meckenheim gehörende eiförmige TopfTaf. XNT, Fig. 2, gleicht den Neusser Amphoren in der be-deutenden Grösse und Form, aber es fehlen die Henkel, unddie quadratischen Grübchen sind direckt auf den Bauch desTopfes geprägt worden.

3. Die spätkarlingischen Gefässe.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die im vorigen Ab-schnitt mehrfach genannte Meckenheimer Brandschicht auf diedamalige Sitte zurückzuführen ist, der Erde, welche das