mit zu den jüngsten der bisher genannten Gefässe, weil essich am meisten von den merovingischen Profilen entfernt,und dem der spätkarlingisehen Töpfereien und Scherben-berge von Meckenheim nähert.
d. Verschiedene Randstücke mit den Taf. XX, Fig. dwiedergegebenen wulstigen Profilen und zum Teil steinhartgehackene Scherben von blaugrauer, hellgelber, grauer, röt-licher und bräunlicher Farbe, die teils glatte, teils rauheOberfläche haben.
Ausser diesen Meckenheimer Gefässen frühkarlingischerZeit sind noch folgende anderer Fundorte von besonderemI nteresse:
In der Brandschicht des sogenannten Räuhcrschlössehcnsbei Freudenberg wurden bei einer vom Kreisrichter Conradyvorgenommenen systematischen Grabung ähnliche Profile(Taf. XX, Fig. 33) angetroffen und mir zur Beurteilung zuge-sandt. Dazu gehören sehr flache, zum Teil kugelförmigeBöden mit unterer Abplattung, dann wieder die breiten ge-drungenen Henkel. Die Scherben sind bald blaugrau, starkmit Sand vermischt und hart gebacken, bald mittelhart ge-backen, wie unsere irdene Waare; sie stellen in diesem Fallesehr dünne Stücke vor von hellgrauer Farbe, die zum Teiletwas durch Rauch geschwärzt sind. Im Allgemeinen lassensich hier unterscheiden:
a. Gefässe der Taf. XX, Fig. 25 abgebildeten Art;
b. Gefässe wie Taf. XX, Fig. 26;
c. Gefässe in Kugelform wie Taf. XX, Fig. 28;
d. Cylindrisehe Töpfe wie Taf. XXI, Fig. 5.
Wie in der Meckenheimer Brandschicht, so fehlt auchhier noch der Wellenfuss, jede Spur von Glasur und die rot-braune, netzförmige Bemalung. Dennoch stehen die Gefässestilistisch in der Mitte zwischen den in der MeckenheinierBrandschicht gefundenen Gefässen und der im folgenden Ab-schnitte zu behandelnden ältesten Art der spätkarlingisehenTöpfe, bei denen der ältere Wellenfuss und die rotbrauneBemalung auftritt.
6. Taf. XXI, Fig. 1. Reliefschmuck-Amphoren,