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Der obere Rand ist bald wie bei Taf. XX, 6 nach Aussengerichtet oder aber er steht in flacher breiter Form nach derInnenseite des Gefässes und zwar schräg nach oben gerichtet.Die Technik ist verschiedenartig, bald wie die bei a, bald wiedie bei b beschriebene. Es ergiebt sich ausserdem eine vierteTechnik. Die Arbeiten dieser Kunstfertigkeit sind rötlichgelboder gelbrot, gewöhnlich etwas rauhwandig. In der Regel habendie späteren fränkischen Töpfe diese Technik und es ist zubeachten, dass auch die Form der Ausgusstöpfe noch in spät-karlingisch-fränkischen Töpfereien, wenn auch in anderer Technikund etwas anderer Form wieder erscheint.
f. Glatte, dickwandige T ö p f e o h n e Ver-zierungen, Taf. XX, 7 u. 8, haben gewöhnlich gelblicheoder rötliche Farbe und sind augenscheinlich als eigentlicheKochtöpfe benutzt worden, da sie auch häufig angebranntvorkommen.
2. Taf. XX, Fig. 9—11, Becher, haben keine be-sonderen Formen, sondern sie sind mehr verkleinerte Töpfeder ersten Art. Freilich ist Fig. 11 etwas schlanker und er-innert noch an den spätrömischen Becher; er ist oben undunten von einem wulstigen Bandeaungeben. Er wurde wieder-holt in der Meckenheimer Gräberschicht, die Münzen des6. Jahrhunderts barg, angetroffen. Fig. 9 ist das in demältesten der frühfränkischen Gräber des Kirchbergs in Ander-nach vorgefundene Gefäss; die Wände sind etwas dicker alsdie der ähnlichen Becher späterer merovingischer Zeit, aucherinnern die langarmigen Zickzacklinien mehr an den Or-namentationsgeschmack der Wiesbadener Gefässe Taf. XIX, 20.Auch Fig. 10 verrät den älteren fränkischen Kunstgeschmack.
3. Taf. XX, Fig. 12 — 17, Kumpen und Schalen,welche diese Formen vorführen, erinnern zum Teil, wie z. B.Fig. 13, an spätrömische Sigillata-Gefässe, aber die übrigenFormen weichen wesentlich von den römischen ab. Sie lindensich in mannigfachster Technik. Einige sehen der schlechtestenSigillata ähnlich, andere sind mehr schwarz gedämpft, wiederandere sind rötlich oder gelblich und haben dünne hart ge-baekenc Wände. Eigentümlich ist die Form 15, welche