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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
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ist im allgemeinen massig, doch sind diese Töpfe härter ge-backen als die Wiesbadener. Die Wände sind nicht sehr dünnund haben eine blaue oder blaugraue, manchmal etwas in dasBlauschwarze übergehende Farbe. Sie bilden den Uebergangvon den Taf. XIX, 1618 abgebildeten Wiesbadener Ge-fässen zu den späteren merovingischen Töpfen. Ihre Orna-mente sind, wie bei Taf. XX, 1 eingestrichene Gurtschnüreoder wie hei Taf. XX, 2 eingedrückte Sterne oder anderelineare Zeichen.

b. Höhere, in der Grundform eckige Töpfe mitSchrägrand, Taf. XX, 3. Zumeist befindet sich unterhalbdes oberen Bandes ein wulstiger Gurtstab, der in der Regelnach unten fast geradlinig zu der Bauchung übergeht, währender oben tiefer einschneidet. Es finden sich auch derartigeTöpfe, deren Wand durch eine Art Abstufungen mehrfachgurtförmig eingeschnürt ist. Die Wände sind im Allgemeinendünner und von im Innern graubläulich, von Aussen schwarzgedämpfter Masse. Die Ornamente bestehen gewöhnlich auseingedrückten Reihen quadratischer Grübchen. Oft finden sichrunenartige Gebilde, die dem Ansehein nach als eine verrohteArt der Taf. XVIIT, Fig. 28 abgebildeten spätrömischen Orna-mentik angesehen werden dürfen. Es ist die in MeckenheimerGräbern mit einer Goldmünze des 6. Jahrhunderts zusammengefundene Gefässart.

c. In der Grundform eckige, weit geöffneteTöpfe mit wulstigem oberen Randprofil, Taf. XX, 4.Die Technik stimmt in der Regel mit der unter a beschrie-benen überein; die Ornamentation ist gewöhnlich die unter bangeführte. Sie fanden sich auch in der Meckenheimer Toten-schicht, welche Münze des 6. Jahrhunderts enthielt.

d. Rundliche Töpfe mit niedrigem, fast geradeaufsteigendem, oberen Rande, Taf. XX, 5. Ornamentikund Zeitstellung wie die der Art b. Gewöhnlich haben dieseGefässe eine orangerote Farbe und glatte, der römischenSigillata ähnliche Wände.

e. Töpfe mit runder oder eckiger Bauchung,cylindrischer Ausgussröhre und Henkel, Taf. XX, 6.