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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
Seite
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den allerdings härter gebackenen merovingisclien GelassenTaf. XX, Fig. 1. Auch sind die Verzierungen den mero-vingisclien sehr ähnlich, sie haben aber auch grosse Aelin-lichkeit mit denjenigen der Gefässe mittlerer Kaiserzeit.Sämtlich sind sie wieder linear. Wir finden sie bei Fig. 16nur auf dem oberen Gefässteil als Gruppen von schräg kreuzen-den eingeritzten kurzen Strichen. Fig. 17 hat Ornamente auchauf dem unteren Gefässteile; es sind lange, in Zickzack ge-stellte eingeritzte Linien, während der obere Teil eingeritzteHorizontallinien und zwischen diesen zwei Reihen eingedrückterkleiner Schrägkreuze zeigt. Es ist ein Omamentationsge-schmack, der sowohl den Brandenburger völkerwanderungs-zeitlichen Gefässen als auch den der sesshaften merovingisclienVölkerstämme eigentümlich ist, wenn auch die späteren mero-vingisclien einen etwas anderen Charakter tragen.

3. Taf. XIX, Fig. 18, weitgeöffnete Töpfe mitim oberen Drittel der Höhe am weitesten ausladen-der eckiger Bauchung und schräg gestelltem Halsrande.Sie stimmen in der Technik mit der unter 1 besprochenenArt überein und sind in weiterer Ausbildung und von härteremBlicke auch unter den merovingischen der linken Rheinseitevertreten, wie Taf. XX, Fig. 3 zeigt. Die Ornamentationbefindet sich auf dem oberen Gefässteile und besteht aus ein-geritzten Linien und kleinen eingedrückten Keilen oderDreieckchen.

4. Taf. XIX, Fig. 19, niedrige henkellose Töpfeohne Hals (Kumpen). Sie sind der zweiten von Voss(a. a. 0.) besprochenen Hauptform (vgl. bei 1 dieser Abteiig.)ähnlich; der obere Rand ladet jedoch nach der Innenseitewulstig aus. In den linksrheinischen Gräbern der fränkischenZeit finden sich ähnliche, aber hart gebackene Kumpen.

5. Taf. XIX, Fig. 20, Henkelkrüge. Bereits aufgermanischen Gräberfeldern der mittleren römischen Kaiserzeitund auf viel älteren finden sich gehenkelte Kannen. Einegermanische mit punktirten Mäanderverzierungen mittlererröm. Ivaiserzeit besitzt das Dresdener Geologisch-prähistorischeMuseum von Böhlitz bei Lübenau (Preusk. 327). Dieselbe