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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
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dann in bronzene und eiserne Fibeln mit spitzem Fuss; esbilden sich ferner solche von Bronze, mit bandförmigem Btigelund gerade abgeschnittenem Fuss dann solche mit eckig ab-geschnittenem Fuss, sowie einige besondere Formen, welchealle am Biigel oder an den Enden der Spiralenrollen mit rund-lichen oder facettirten Knöpfen verziert sind (a. a. 0.). Esbilden sich ferner Glasperlen, Ohrringe und Haarnadeln, dannKämme, Schlüssel, Wirtein, Schnallen, Pincetten, Messer, undspärlich kommen auch Waffen, wie z. B. eine Axt aus Eisen undPfeilspitzen aus Bronze, Eisen und aus Feuerstein vor (a. a. 0.S. 30). Das sind also auch alles Sachen, die in vielen Stückenbereits an solche der linksrheinischen Merovingengräberfeldererinnern. Was nun die Gefässe selbst betrifft, so lassen sichunter denjenigen von Wiesbaden folgende Hauptformen unter-scheiden.

1. Taf. XIX, 15, hohe Töpfe, mit geringem Durch-messer der oberen Oeffnung. Sie sind etwas härter gebackenund dünner als die germanischen Gefässe der ersten Kaiserzeitund haben eine mehr oder weniger dunkle, durch Dämpfungbewirkte Farbe. Voss, der unter den spätrömischen germa-nischen Gefässen des ausgedehnten (völkerwanderungszeit-lichen") Gräberfeldes auf demHasselberge" bei Butzow inder Mark Brandenburg vier Hauptformen unterscheidet (Vorgeseh.Altert, d. M. Brandenb. S. 30) hat unter seinen dritten Haupt-formen, den hohen, henkellosen (baschenförmigen) ähnlicheabgebildet. In den merovingischen Gräbern erscheint dieseForm in etwas vollendeterer Ausbildung (vgl. Taf. XX, Fig. 5).

2. Taf. XIX, 16 u. 17, niedrige henkellose Töpfemit weiter Oeffnung und in der Mitte der Gefässhöhe amweitesten vorspringender, eckiger Bauchung. Die Technikist wie die der bei 1 besprochenen hohen Töpfe. Unter derersten der von Voss festgestellten vier Arten (vgl. Nr. 1dieser Abt.) sind verschiedene, welche einen gleichen Form-charakter haben. Auch sind die von Undset (Eisen in Europa,Taf. XXVI, Fig. 11 u. 12) abgebildeten Töpfe aus spätrömi-schen Germanengräbern von Rebensdorf und Stade den Wies-badener Gefässen sehr ähnlich. Ebenso nahe stehen sie stilistisch

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