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tiefung, wie wir dieselbe bereits S. 61 beschrieben haben.Ueberhaupt hat die ganze Form und Technik eine Ueberein-stimmung mit den ebendaselbst beschriebenen Gelassen derjüngeren La Töne-Zeit. Fig. 7 ist sehr dickwandig und rohaus freier Hand geformt, ebenso Fig. 7 a.
2. Die germanischen Gelasse der mittleren römischen
Kaiserzeit.
Es lässt sich nachweisen, dass die La Tene-Cultur sichmehr und mehr mit der bei 1 beschriebenen germanischen Culturverschmolz. Aus dieser Mischung ging eine neue höchst eigen-artige germanische Kunstweise hervor, die man die germanischeLa Töne-Kunstweise nennen könnte. Unerklärlicherweise hatsie eine bemerkenswerte Aehnlichkeit mit gewissen italischenKunstäusserungen vorgeschichtlicher Zeit, wie z. B. mit der-jenigen der Thongefässe aus Nekropolen von Golasseca undvon Villanova. Viele der Gräber zeigen nicht mehr dasSchlichte der Germanengefässe erster Kaiserzeit. Man findetvielmehr die verschiedenartigsten Schmucksachen und Rüstungs-teile zwischen den Aschenresten des Leichenbrandes. Ausser-dem finden sich hier Scherben und geschmolzene Bronzeteilevon oft kostbaren Gefässen; es treten sogar aus farbigemSchmelz hergestellte Steine eines Spieles zwischen der Leichen-asche auf, kurz: Alles erinnert an das Gepränge römischerund gallischer Leichenbegängnisse (Cäsar, b. Gall. IV, Ca]). 19),und die ursprüngliche germanische schlichte Beisetzungsartder Toten, über welche auch Tacitus (Germania C. 27) be-richtet, scheint durch jene verdrängt zu sein. Viele der insolchen Gräbern gefundenen Gegenstände sind römische Ar-beiten wie die der in römischen Gräbern Galliens gefundenen. Insolchen Gräbern der rechten Seite des Niederrheins erscheinenrecht häufig auch grosse Sigillata-Gefässe mittlerer Kaiserzeit undandere römische Gefässe. Am ausführlichsten hat über eingrosses, sehr charakteristisches Gräberfeld dieser Epoche Host-mann geschrieben (vgl. Der Urnenfriedhof bei Darzau in der