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1. Germanische Gefässe der ersten römischen Kaiserzeit.
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Gehen wir näher auf die einzelnen Gruppen ein.
1. Die germanischen Gefässe der ersten römischen
Kaiserzeit.
Die in der Düsseldorfer Gemarkung, im alten Gebietder Sugambern zahlreich aufgedeckten Germanengräber derersten Kaiserzeit stimmen mit denjenigen überein, welche manim ganzen Gebiet der freien Germanen auf beiden Rheinseitengefunden hat, während sich in den alten Wohnsitzen der ganzoder grösstenteils keltisierten Germanen, wie z. B. der Treveri,Yangiones, Kernet es und Triboci, um Christi Zeit diese Culturmit der jüngeren La Tene-Cultur vermischt hat, welche ichbereits S. 60—64 besprach. Die Gräber der freien Germanenfinden sich in oft meilenweiten Zügen zu Gruppen vereinigt.Sie sind zumeist Sandhügel von verschiedener Grösse, welcheetwas unter der heutigen Oberfläche eine Urne mit Knochen-asche bergen. Manchmal sind die Urnen durch eine umge-stülpte Schüssel bedeckt und zuweilen enthält die Urne einkleines, roh geformtes Näpfchen. In der Umgebung der Urneoder aber etwa 1 Meter daneben liegen Brandreste, gewöhnlichmit Knochenasclienteilen vermischt. Diese letzteren gehörenhäufig dem Pferd an. Selten finden sich auch mehrere Urnenin einem Grabe. Ausser den Thongefässen findet sich nuräusserst selten etwas Anderes. Ein Steingerät, ein roher Arm-ring aus Bronze, ein drahtdünnes Fingerringelchen, eine Perleaus Metallblech, eine Nadel; hier und da ein Stückchen Bronzeoder Eisen und in Ausnahmefällen auch wohl eine römischeMünze bilden die ganze Ausbeute bei der Oeffnung von Hun-derten Germanengräbern der ersten Kaiserzeit. Es zeigt sichauch nichts, was andeuten könnte, dass diese Cultur jemalseine bessere war. Oft liegen die Urnen nur wenig unter derOberfläche ohne eine Spur von Hügeln erkennen zu lassen.Ob hier die Hügel vom Winde verweht wurden oder aber