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August us und Tiberius gefundenen Lampen ist der ver-hältnismässig flache Bauch von oben gesehen kreisrund, dasMundstück fast pfeilförmig dreieckig, indem es sich plötzlicheinwärts zum Halse umbildet; dieser ist — doch nicht stets —seitlich von einem schneckenfömigen Blatt besetzt. Dasselbegeht jedoch allmählich von dem vorderen Rande aus undbiegt sich nach hinten um. Die von mir mit Münzen vonNero und Domitian gefundenen Lampen haben zwar aucheinen dachen runden Bauch, aber ein halbkreisförmiges Mund-stück ; der Hals ist kürzer und das diesen seitlich begrenzendeBlatt rollt sieh oben und unten um. Bei den zeitlich folgen-den Lampen fehlt der Hals; das runde Mundstück sehliesstsich direkt an den runden Bauch an. Schliesslich geht dashalslose Mundstück allmählich vom Bauche aus, sodass derBauch, von oben gesehen, der Bimform gleicht, Auch liessman im Laufe der Zeit den Fuss, welcher Anfangs schönabgedreht wurde, fehlen. Die Lampe der ersten Kaiserzeiterscheint dach mit edlen, recht strengen und durchaus ge-sunden Formen. Im Laufe der Zeit nimmt das Verhältnisder Höhe zum Nachteil der Breite zu; das Strenge hat demMalerischen den Platz eingeräumt, dieses wird schliesslichkrankhaft und plump. Der Ausdruck dieses Spätzeitlichenhat in den Lampen der letzten Kaiserzeit den Höhepunkt er-reicht. Die Reliefbilder — es sind naturalistische und stilisirtePflanzen, dann Götterdarstellungen, Tiere, Scenen aus demöffentlichen und Privatleben, sowie mannigfache andere, be-sonders auf denPhalluscult bezügliche Darstellungen— herrschenin der ersten Kaiserzeit vor, fehlen später fast völlig odersind sehr barbarisirt.
Anmerkung. Inzwischen ist in der Festschrift für Over-b eck eine 13 Seiten gr. F. umfassende Abhandlung von dem Direktordes Trierer Prov.-Museums, Prof. Dr. F. Hettner erschienen,welche „einen kurzen Ueberblick über die römische Keramik aufgallisch-germanischem Gebiet" giebt. Der Verfasser, hatte nicht dieAbsicht, ein Werk zu liefern, das wie das vorliegende zum Nach-schlagen und Citiren bestimmt ist und die Chronologie nachder vorhandenen brauchbaren rheinischen Materie im Einzelnenund Ganzen möglichst erschöpfend behandelt. Es ist deshalb auch