Felder nicht gewölbt, sondern flach. Die obere Seite desBodens ist fast horizontal und von ihr aus steigt die Seiten-wand ziemlich geradlinig nach oben und biegt sich hier nurmit dem sehr kurzen oberen Teil. Bei kleineren Schalen istder obere Rand oft wulstig dick und an den Seiten flach wieTaf. XVIII, 26 zeigt. — Fig. 27 stellt die roheste Art derspätrömischen Sigillata-Teller vor, wie sie überall am Rheinin den jüngsten vorfränkischen Skeletgräbern gefunden wurde.Man dürfte Zweifel hegen, ob diese rohen roten Geschirre,die oft sogar eine mehr gelbgraue Farbe annehmen und untennie abgedreht, sondern nur roh abgestrichen, überhaupt zuden Sigillata-Gefässen zu rechnen sind. Wie die sämtlichenspätrömischen Gefässe haben auch diese keine Fabrik- oderTöpfernamen aufzuweisen.
Zeitfolge der römischen Lampen.
Bei der römischen Lampe hat man drei Hauptteile zuunterscheiden, welche bei Beurteilung der Zeitfolge zu be-rücksichtigen sind: Bauch, Hals, Mundstück. Der Bauchhat oben die Deckplatte mit dem Eingussloch, unten denFuss, den Standring, die Standplatte oder die Standfläche-,vorne wird er begrenzt von dem Halse mit dem das Doclit-loch zeigenden Mundstück, hinten durch den, freilich manchmalfehlenden Griff.
Für Italien hat der treffliche Kenner italischer Klein-kunst, Herr Dr. D res sei, eine die Zeitfolge der Lampen be-handelnde Arbeit im Druck. Dressel hat von der italischenKunstentwickelung aus auch im Bonner Provinzialmuseum vonder grossen Menge der hier befindlichen Lampen eine Gruppechronologisch zusammengestellt. Hier folgen der republikani-schen Lampenform Taf. XVIII, Fig. 28 die Formen Fig. 29und 30 als Exemplare des ersten Jahrhunderts. Für Fig. 30nimmt genannter Archäologe das zweite, für Fig. 31 das dritte,und für die rohe, mit Labarum geschmückte LampenformFig. 32 selbstredend das vierte Jahrhundert an.
Bei den von mir in der Rheinprovinz mit Münzen von
Kocncn, Gefilsskunde. 8