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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
Seite
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Zeit nicht wieder angetroffen. Ueberall stiess ich in denTotenwohnungen des Zeitalters der Constantine und Folgezeitauf die eben beschriebene Ornamentation, welche sich mit denfränkischen Verzierungen vergleichen lässt. Fig. 20 istnur durch die rohere Form und die aus feinen ausgeschnittenenTüpfclien bestehende Ornamentation von den gleichartigenälteren Sigillata-Gefässen Taf. XVI, Fig. 26 ac zu unter-scheiden. Es wurde in einem spätrömischen Grabe Ander-nachs gefunden, in dessen Nachbargräbern Münzen von Valen-tinian festgestellt sind.

e. Sigillata-Schälchen mit und ohne einge-schnittene Ornamentation, Taf. XVIII, 21, sindbisher nur auf den spätrömischen Gräberfeldern gefundenworden. Die Ornamente sind nicht aufgetragen. Es ist einefür die Glas- und Ilolzgcräte-Fabrikation geläufige Technik.Gerne liebte man eingeschnittene Zweige, Zickzacklinien undei- oder keilförmige Verzierungen. Die Wände sind verhält-mässig dünn; der Boden ist sehr flach. Auch finden sichsolche Gefässe ohne Verzierungen.

f. Sigillata-Tassen, Taf. XVIII, 22 23. DieFig. 22 abgebildete ist ziemlich dickwandig und roh. Aufdem oberen Rande finden sich häufig eingeschnittene Orna-mente. Auch Fig. 23 zeigt recht dicke Wände. Beide Ge-fässe fanden sich in den spätrömischen Andernacher Gräbern.

g. Sigillata-Teller, Taf. XVIII, 2427, erkenntman durch ihre rohe Formen leicht als spätrömische Arbeiten;sie fehlen auf keinem Gräberfelde aus der Zeit der Constan-tine und Folgezeit. A'on diesen sind Fig. 24 als letzte Aus-läufer der auf Taf. XIII, 1 und 2 abgebildeten älteren Sigillata-Ge-fässe oder aber als spätere Neuerungen aufzufassen. Sie wurdenin spätrömischen Skeletgräbern Remagens mit Sigillata-Vasenwie Taf. XVIII, 15 gefunden, während die weit feineren undetwas anders geformten Taf. XIII, 1 mit Münzen von Augustusvorgekommen sind. Mittelglieder habe ich nicht beobachtet. Fig. 25 zeigt nicht mehr das Abgerundete des Bauchesder gleichartigen Teller mittlerer Kaiserzeit. Das Materialist oft sehr schlecht; Stempel fehlen. Im Innern sind die