erstereil sind im Allgemeinen etwas älter und haben daherschönere Schriftzeichen und Ornamente als die letzteren; auchzeigen die späteren als Trennungszeichen grosse Punkte,welche bei den glänzenden fehlen (Kamp, a. a. O.)- InGräberfeldern der Antoninen-Zeit fehlen noch beide Arten. InGräberfeldern aus dem Zeitalter der Constantine herrscht dieglänzende Sorte vor, deren älteste Exemplare bereits in denjüngsten Gräbern der Saalburg im Taunus angetroffen wurden.Die Ornamente und Schriftzeichen der älteren Exemplare sindauch dick in der Barbotine-Technik aufgetragen, die späterenhingegen dünn mit dem Pinsel aufgemalt.
b. Flaschenförmige Krüge, Taf. XVIII, 3—5,sind in der Kegel nur in der Grundmasse rot und mattschwarzüberzogen, finden sich auch mehr in den spätesten römischenGräbern. Die Flasche Fig. 5 hat leicht in weisser Farbeaufgemalte Ornamente.
c. Cylindrische Becher, Taf. XVIII, 6, haben die bei bbeschriebene Technik und finden sich in spätrömischen Gräbern.
d. Becher mit Ausgussröhrchen, Taf. XVIII, 7,haben ebenfalls die bei b beschriebene Technik. Gewöhnlichsind unterhalb der Röhren zwei weisse Tupfen angebracht,welche die Hoden andeuten sollen, während dann der Ausgussden Phallus darstellt. Auch diese Gefässart traf ich nur anin spätrömischen Gräbern.
e. Kelchbecher, Taf. XVIII, 8 haben die bei b be-schriebene Technik und wurden bisher nur in Gräbern derletzten röm. Kaiserzeit vorgefunden.
f. Geschweifte Becher mit cylindrischem Halse,Taf. XVIII, 9—13, haben die bei a beschriebene Technikund finden sich in der ebendas. beschriebenen Umwandlung,sowohl hinsichtlich des Lacküberzuges als auch der Inschriften.Die älteren Formen nähern den Taf. XVI, 10—13 abgebil-deten; sie sind zweifellos aus diesen Gefässen der mittlerenrömischen Kaiserzeit hervorgegangen. Die jüngsten Becherdieser Art haben die bei Taf. XVIII, 13 wiedergegebeneForm; sie sind weit schlanker oder langgestreckter als dieBecher Taf. XVI, 10 u. 11. In den Gräbern aus der letzten