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spätrümischen Gräbern gefunden. Eine besondere Gruppe derspätrömischen Henkelkrüge bilden die unter Nr. 21 und 22dargestellten. Sie haben eine weisse Farbe und sind mitbraunroten Streifen oder Tupfen oder Zweigen, Ringen oderZickzacklinien versehen; manchmal haben sie kleine runde gruben-förmig ausgehöhlte Tupfen und Streifen. Einige der Orna-mente, besonders die Palmen sind augenscheinlich symbolischeZeichen und wahrscheinlich christlicher Bedeutung. Aehnlicheaufgemalte Verzierungen tragen die in der Regel rötlich über-zogenen kleinen Krüge Fig. 23—25. Die Tupfen und anderenOrnamente sind gewöhnlich mit weisser Farbe aufgetragen.Sie fanden sieb besonders häufig in Gräbern der Valentinianebis zum Schluss der Römerherrschaft, und kommen in ver-einzelten, rohen Exemplaren noch in fränkischen Gräbern vor.Aehnliche Formen mit getupften braunroten Streifen und kurzenStrichen ergaben massenhaft die spätrömischen Töpfereien imSpicher Walde bei Trier (vgl. auch S. 94, 12).
d. Schüsseln, Taf. XVII, 26—27, lassen sich leichtdurch ihre eigenartigen Formen von der ähnlichen ältererArt unterscheiden. Sie wurden in Andernacher Gräbern ausder letzten Zeit der Römerherrschaft gefunden und haben dieTechnik dieser Periode. So ist Fig. 26 häufig rötlich über-zogen und Fig. 27 braunrot ähnlich der spätrömischen Sigil-lata-Waare.
3. Taf. XVIII, Fig. 1—13. Schwarz lackirteGe-fässe, sind für die spätrömischen Gräber der Rheinprovinz be-zeichnend, von den bereits in der mittleren Kaiserzeit vor-kommenden (Taf. XVI, Fig. 10—16) natürlich abgesehen.Es lassen sich folgende Arten unterscheiden:
a. Krüge mit weissen oder gelblichen Orna-menten, Aufschriften u. s. w., Taf. XVIII, 1—2. Technischsind zwei Arten zu unterscheiden, wie dies bezüglich derschwarzen Gefässe mit weissen Aufschriften bereits 0. Jahn(B. Jahrb. XIII, 105) und J. Kamp (Die epigraphischenAnticaglien in Köln. Köln 1869) erkannt haben. Zunächstdunkelrote mit glänzend schwarzem oder glänzend braun-schwarzem, oder dunkelrote mit mattschwarzem Ueberzuge. Die