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2. Tcif. XVII, Fig. 12—27, einfache glatte, zumTeil bemalte Gefässe, sind in folgende Arten einzuteilen:a. Amphoren, Taf. XVII, 12—16, lassen sich aufden ersten Blick durch ihre rohe Formgebung und das Kränkelndeihrer Einzelheiten von den gleichartigen älteren Gefässenunterscheiden, wie sie Taf. XI, 23—26 wiedergegeben sind.Einige sind mit einem gelbrötlichen oder braunroten Ueberzugeversehen. Die rohe Form Taf. XVII, 16 hat ausser diesemschmutzig rötlichen Ueberzuge weisse Streifen. Besondershäufig finden sich diese Typen in Gräbern und Culturschichtenaus dem Zeitalter der Constantine und Valentiniane; sie er-hielten sich in ihren rohen Typen bis zum Schluss der Römer-herrschaft. Die aus Italien bekannten grossen Amphoren,welche massenhaft in Henkeln und Halsstücken sowie Boden-teilen im Rheinlande vorkommen, lassen sich auf Grund derrheinischen Funde noch nicht chronologisch zusammenstellen,weil sie in den Gräbern fehlen und in den Culturschichtenallein keiner Zeitbestimmung Material bieten. Von einergrösseren Anzahl Bruchstücken dieser Gefässart, welche dasBonner Provinzialmuseum besitzt, tragen viele auf den Hals-rändern und besonders auch auf den Henkeln tief eingefurchteZeichen, Buchstaben, Zahlen und Namen; häufig erscheinenauch deutliche Fabrikstempel. Eine grössere Amphore hateine längere Urkunde aufzuweisen. Dieselbe ist auf impräg-nirtem Grunde mit schwarzer Farbe vermittelst eines kleinenPinsels aufgetragen. Nach Dr. Dressel weisen die meistenSchriftzeichen auf Spanien. Nachweislich dienten derartigeGefässe als Behälter für Oel, Wein und besonders für denTransport von Laich.
h. Kannen, Taf. XVII, 17—18, fanden sieh inspätrömischen Gräbern zu Andernach. Sie haben eine gelblicheFarbe und sind zum Teil rotbraun bemalt.
c. IIenkelkrüge, Taf. XVII, 19-—25, von diesensind Fig. 19 und 20 häufig rötlichbraun oder gelbrot bemalt.Fig. 20 hat am Ausguss ein in Reliefform gebildetes mensch-liches Antlitz, gewöhnlich einen Frauenkopf. Solche wurdenden ganzen Rhein entlang, besonders häufig bei Worms in