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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
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in der Flavierzeit. Es treten aucli ruiidlicli ausgebauchte Töpfevon kolossalem Umfange auf, die oben einen horizontal ge-stellten flachen breiten Rand zeigen, der häufig durch Hohl-kehlen und Stühe verziert ist wie Taf. XII, 4 g. In denGräbern der Autoninen-Zeit gefundene Urnen (Taf. XV, 1)zeigen die Ränder der Hohlkehle mit dem diese seitlich be-grenzenden Stabe verbunden; es ist der innere Teil des Randesheruntergedrückt, sodass der äussere etwas höher steht undnach unten eingezogen ist wie Taf. XV, 1 zeigt. Es habendiese Ränder etwas wulstiges. Es finden sich Randprofiledieser Art in Culturschichten und Gräbern bis zum Sehlussder Römerherrschaft. Neben denselben kommen auch nochGefässe vor, deren wulstiger Rand nach Innen gerichtet ist,wie Taf. XV, 8 zeigt, oder aber nach Aussen wie bei Taf. XV, 2.Keiner der in den Gräbern oder Culturschichten der mittlerenKaiserzeit und der späteren Epoche vorgefundenen rauhwandigenurnenförmigen Töpfe ist unten abgedreht. Es fehlen der Anto-ninenzeit auch alle glatten blauen, schwarz gedämpften Urnenund Becher.

b. Taf. XV, Fig. 511, irdene tiefe Schüsselnoder Ivumpen der mittleren römischen Kaiserzeit habenzumeist mitteldicke Wände von gutem, doch nicht sehr hartemThon, dessen Farbe in der Bruchfläche und Aussen ziemlichgleiclnnässig, und zwar in der Regel mehr oder wenigerschmutzig weiss oder gelblich ist. Besonders häufig sind dieIvumpen mit Ausguss, Fig. 10, die übrigens schon früh vor-kommen und deren Gegenstücke aus spätrömischen Gräbern imAllgemeinen nur roher sind. Häufig erscheinen auch dieKiunpen mit umgeschlagenem Rand, der in der Regel jedochnicht weit ausladet wie der frührömische (Taf. XI, Fig. 6 u. .9),sondern horizontaler ist oder senkrecht dicht anliegt, wieTaf. XV, 11 zeigt.

c. Taf. XV, Fig. 1214, irdene Teller der mittlerenrömischen Kaiserzeit sind unten nie abgedreht, zum Teiltechnisch den vorbeschriebenen Kumpen gleich, so Taf. XI',Fig. 12 u. 14. Sie sind im Aeussern überhaupt sehr roh undunseren irdenen Blumentellern ähnlich. Andere, Fig. 13, haben

Koenen, Gefilsskunde. 1