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zierlich und weit verbreitet sind die mit Reliefschmuck ver-sehenen gelben glasirten Henkelkännclien Taf. XIV, 17. AuchFig. 18 und 21 zeigen diese Technik. Auf den frührömischenGräberfeldern Galliens fehlen selten die ebenfalls Spuren vongelber Glasur tragenden kleinen Giessgefässchen der Art wieFig. 22. Den in Gräbern der Antoninen-Zeit gefundenenglasirten Gefässen fehlt die gelbliche Farbe; es herrscht dasGrüne vor und es treten neue Formen auf, wie dies im folgen-den Kapitel klargestellt werden soll (vgl. S. 102, 4).
IL Die Thongefässe der mittleren römischen Kaiserzeit.
1. Taf.XV, Fig. 1 — 29. Irdene, nicht mit Farbeüberzogene Gefässe. Dieselben sind in folgende Arteneinzuteilen:
a. Taf. XV, 1— 3. Irdene urnenförmige Töpfe.Derar tige graue oder blaugraue, rauhwandige oder einfachglatte irdene Gefässe, welche in Gräbern der ersten Kaiserzeitgefunden wurden, haben ausnahmslos einen schmalen oberenRand wie Taf. XII, 2 und 3; derselbe ist bald schräg ge-stellt wie bei Taf. XII, 1, er biegt sich auch häufig obenzu einer nach Aussen gerichteten halbrunden Leiste um wieTaf. XII, 3, oder aber er steht mehr senkrecht wie bei demdünnen rauhwandigen Gefäss Taf. XII, 4b. Es finden sichfreilich auch Urnen wie Taf. XII, 4 a, deren nach Aussenleistenfonnig umgebogener, unten scharf eingekniffener Rand inder Mitte zu einer tiefen Holdkehle eingeschnürt ist. Eshaben diese Gefässe jedoch an der Innenseite nur eine Flächeaufzuweisen, die sehr flach gehöhlt ist. Es tritt auch in derinneren Seite des oberen Randes eine Furche auf, sodass deraufgelegte Deckel den hervortretenden unteren Rand der Furcheals Lagerfläche benutzte (Taf. XII, 4 c). Der Rand ist auch obenflacher (Taf. XII, 4d) und in einem gewissen Abstände vonder ersten Furche erscheint eine zweite; der Zwischenraumwird zu einer Hohlkehle und die beiden Ränder fassen alsrunde Stäbe die an jeder Seite eingefurchte Hohlkehle ein(Taf. XII, 4 e und f). Diese Randprofile sind besonders häufig