Eine Verwechselung dieser mit der früheren und mit der späterzu betrachtenden Terra sigillata-Waare ist ausgeschlossen.Hier wird man an Arbeiten erinnert, welche am Rhein vonitalischen Töpfern hergestellt wurden. Sicherheit darüber ge-winnen wir erst durch Auffindung der zur Fabrikation be-nutzten Formschüsseln oder der Aussehusswaare. DerartigeHinterlassenschaften aus der römischen Töpferei in Western-dorf (Hefner, Oberb. Archiv für vaterl. Gesch. B. 22, S. 1—93)zeigen nur Sigillata-Arbeiten der mittereu und späteren römi-schen Kaiserzeit.
e. C y 1 i n d r i s c h e Terra sigillata-Gefässemit Reliefschmuck, Taf. XIII, 9—11, haben dünneWände, scharfe Ornamentation und die Farbe von Taf. XIII, 6.Taf. III, 9 ist eine Form, welche am Rhein in der Zeit umNero neben den Formen Taf. XIII, 6—7 und dann auch inBegleitung der Formen Taf. XIII, 8 u. 11 vorkommt; allmählichnimmt sie einen matteren Farbüberzug, leichter gebrannte,dickere Wände, stumpfe Ornamentation und die plumpereForm an: Taf. XIII, 10. In der letzten Zeit der Flavierscheint sie zu verschwinden, so dass, wie die vorbeschriebe-nen Sigillata-Arten, so auch diese Gefässe auf den Grabfeldernder Antoninen-Zeit nicht mehr angetroffen werden oder nurin rohem Typus, wie die von Hefner (a. a. 0. Taf. IV ?Fig. 5 u. 6) abgebildeten Gefässe zeigen.
f. Rundbauchige Becher mit Reliefschmuck,.Taf. XIII, 12—13, haben recht dünne Wände und scharfeOrnamentation. Fig. 12 findet sich zusammen mit der Sortec und scheint in Gräbern der. Antoninen- und späteren Zeitzu fehlen. Wie weit Fig. 13, welche keine Ranken-Orna-mentation und figürliche Darstellungen wie 12 zeigt, sondernmit einem breiten Bande keilförmiger Grübchen geschmücktist, hinaufreicht, ist noch nicht festgestellt. Aelmliche Beckermit glatten Wänden kenne ich freilich aus Neusser Gräber-feldern der Antoninen-Zeit.
g. Hellbraunrote (hell englischrote) Terra sigiHata-Teller mit horizontalem Boden und reich profilirtersenkrechter Seitenwand, Taf. XIV, 1—2, sind unter den