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marken angebracht. Kleinere Teller derselben Technik, welchedurch Taf. XIIL 2 dargestellt sind, haben gewöhnlich nurin der Mitte einen Kranz ans Strichen oder Tippeln, in dessenMitte der Stempel gewöhnlich so tief eingedrückt ist, dass dieRückseite an dieser Stelle herausgedrückt erscheint. DieTeller haben sehr flache, ja manchmal nur angedeutete Boden-ringe. Schon in der Zeit um Claudius scheint diese Art vonroten Gefässcn am Rhein zu verschwinden; sie fehlt auch inden Brandschichten des im J. 70 zerstörten Lagers von No-vaesium.
b. Gelbrote Terra sigillata-Tasscn, Taf. XIII,3—5, von denen Fig. 3 u. 4 in Bezug auf Technik, sowieZeitstellung mit den gelbroten Sigillata-Tellern (vgl. a) über-einstimmen. Sie kommen, wie die Teller, sowohl in roter alsauch in blauer, glänzend schwarz überzogener Farbe (Terranigra) vor. Auch bei ihnen ist die Innenseite stets spiegel-glatt und profilirt, während die Aussenseite deutliche Gurt-striche der Drehscheibe zeigt. Die Innenseite hat fast regel-mässig einen barbarischen Töpferstempel. Stets sind dieseTassen unten abgedreht. Taf. XIII, 5 scheint aus den vor-beschriebenen Typen hervorgegangen zu sein. Der obereRand ist mit einem besonderen Profile versehen.
c. Dünnwandige braunrote Terra sigillata-Kumpcn mit scharfkantigem Reliefschmuckohne Eierstab, Taf. XIII, 6-—7, sind die ältesten derim Rheinlande vorkommenden verzierten Sigillata-Gesckirre,wie überhaupt aller Gefässe mit freier Ornamentation. DieWände sind hart gebacken, dünn, von dichtem Gefüge, blass-roter Bruchfläche und mit tiefrotem,' matt glänzenden Ueber-zuge versehen, der unter allen Lagerungsverhältnissen desFundes fest haftete. Das Ebenmass der einzelnen, schön ge-formten Teile, die schwungvolle Frische der scharf ausge-prägten Ornamentation in Verbindung mit dem Fehlen desEierstabes und der sich auch auf die Innenseite der Gefäss-wand erstreckenden äusserst sauberen Profilirang seliliesseneine Verwechselung dieser Arbeiten mit gleichartigen einerspäteren Zeit aus. Es lassen sich keinerlei Uehergänge von