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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
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grau, oder mehr oder weniger rötlich oder gelb überzogenemThon. Manche der Typen stehen in der Form gewisser-massen in der Mitte zwischen den Typen Taf. X, Fig. 1820und unserer Fig. 27. Auch diese Art stellt im Allgemeinenden Uebergang her von der Flavier- in die Antoninen-Zcit.Weiteres über bemalte Gefässe werde ich bei Besprechungder Gefässe mittlerer römischer Kaiserzeit anführen.

11. Taf. XIII, Fig. 113 u. Taf. XIV, Fig. 116.Terra sigillata-Gefässe. Dieselben sind in 7 Arten ein-zuteilen :

a. Gelbrote Terra sigillata-Teller, Taf.XIII,l 2,wurden in den Andernacher Leichenbrandgräbern mit Münzenvon Augustus und Tiberius gefunden; sie fehlen in denGräbern der Flavier- und späteren Zeit und sie sind keinitalisches Fabrikat; es finden sich vielmehr schon in Gräbernder La Tene-Zeit ähnliche, nur roher geformte, braunschwarzeTeller. Auch sind diese Arbeiten auf der unteren Seite nichtsauber geglättet wie die italischen Gefässe, sondern man siehthier die Kreisflächen, welche beim Drehen des Fabrikatesentstanden, wobei für die obere Seite eine Form benutztwurde. Die Töpferstempel kann man vielfach kaum entziffern,oder sie zeigen geradezu barbarische Namen. Alles dieses istbei den neben diesen Tellern vorkommenden Sigillata-Schlisseln,Taf. XIII, 6, sowie bei sämtlichen gleichzeitigen italischenSigillata-Gefässen nicht der Fall. Auch ist die Farbe ge-nannter Teller mehr orangerot oder sagen wir gelbrot. Schliess-lich bleibt noch zu berücksichtigen, dass während am RheinTeller von genau derselben Form wie die orangeroten Sigillata-Gefässe auch in blauer oder mehr oder weniger schwarzerFarbe vorkommen, der sogenanntenTerra nigra", in Italiensolche fehlen. Ungeachtet dessen ist die Profilirung der Innen-seite überaus vornehm, sauber, und sie zeigt eine Glätte undGleichmässigkeit, welche nach keiner Seite hin zu wünschenübrig lassen. Die obere Bodenfläche dieser flachen Tellerhat stets concentrische Gurtringe, die aus kurzen, vertieftenStrichen zusammengesetzt sind. In der Regel sind neben denbeiden Gurtringen, welche die Mitte umschliessen, drei Fabrik-