sehen Gelassen und einer Münze des Augustes, die nocli 2 vor"Chr. geprägt ist. Aus Gräbern der Flavier- und späteren Zeitsind mir Gefässe dieses Typus nicht bekannt geworden.
b. Rauhwandige Urnen mit halbkreisförmig ge-bogenem Rande, Taf. XII, 2u.3 linden sich in den Flavier-zeit-Gräbern besonders zahlreich; aber auch schon in Gräbern mitMünzen des Tiberius wurde dieser Typus angetroffen. Be-sonders häufig erscheint er in niederrheinischen Gräbern derersten Kaiserzeit. Aber es ist zu beachten, dass diese Gefässenoch nicht den aus mehreren wulstigen Stäben zusammenge-stellten oberen Rand aufzuweisen haben, dem wir bei Gefässender Antoninen- und späteren Zeit in der Regel begegnen.
c. Rauhwandige Henkel kr iige, Taf. 12, 4, sindin den Gräbern der ersten Kaiserzeit äusserst selten; das ab-gebildete Gefäss wurde in einem Xantener Grabe mit Gefässenund einer Münze der ersten Kaiserzeit gefunden.
d. Rauhwandige Töpfe mit eingekniffenemSchräg- oder Stabrande, Taf. XII, 5—7, haben dünne,mit härteren Bestandteilen versehene und daher poröse, harteWände mit rauher Oberfläche von blaugrauer, gelblicher,braunschwarzer, grauer oder rötlicher Farbe. Charakteristischist besonders das obere Randprofil. Dasselbe zeigt bei denälteren Typen dieser Art (Taf. XII, 5) noch den Schrägrand,wenn auch in schmälerer Form; ausserdem finden wir unter-halb desselben eine schräge Fläche, an welche sich in schiefemWinkel eine zweite anschliesst. Dieser so gestaltete Gefäss-rand bildet die Bekrönung des in älterer Zeit mehr dem um-gestülpten Bienenkorbe (a. a. 0.) ähnlichen Gefässkürpers. Inweiterer Entwickelung geht der obere Rand von der Innen-seite des Gefässes nach oben und hier zu einem halbrundenStabe über, der nach Aussen die obere der beiden Schräg-flächen begrenzt (Taf. XII, 6). Allmählig nimmt der untereGefässkörper die mehr geschweifte Urnenform an, indem ersich nach unten stark verengt (Taf. XII, 7). Die erstere,ältere Form ist in Andernach mit einer Münze von Claudiusgefunden worden. Sie ist in der Regel reich geschmückt mitReliefverzierungen. Besonders hervorzuheben sind Gesichter,