mit einem Gurtbande feiner Strichelreihen bedeckt. Zu denjüngsten Gefässen dieses Typus gehört das schieferartig blau-schwarze, Taf. X, 6a, welches in einer Kölner Aschenkiste miteiner Münze von Yespasian gefunden wurde. In Gräbernder Antonine und späterer Zeit habe ich derartige Gefässenicht angetroffen.
f. Schlanke Töpfe mit flachem Schräg-rande, Taf. X, 8—11, sind sowohl im Aeussern als auchin der Bruchfläche graublau, sehr sauber gedreht und ihrebis zu 3 mm dicken Wände so hart gebacken, dass sie sichim Klang dem mittelalterlichen Steingut nähern. Die Aussenseiteist spiegelglatt. Einige haben gelbliche oder gelbrotbraune Farbe.
Die etwas hellere Innenseite zeigt zahlreiche concentri-sche Gurtfurchen, kurz: dieselben Eigentümlichkeiten der Dreh-scheibenbearbeitung, welchen wir auch im Innern der mittel-alterlichen Kunsttöpferei-Gebilde begegnen. Es ist kaumdenkbar, dass man derartige Gefässe anders, als mit Zuhülfe-nahme einer Form gedreht hat. Auch sind die Bodenplattensehr sorgfältig abgedreht. Diese Gefässform, besonders auchden Schrägrand finden wir, wenn auch nicht so durchgebildet,bereits bei den leicht gebrannten vorrömischen Gefässen derLa Tene-Periode; ebenso trifft man ihre Ornamentation, soweitsie aus Gurtbändern von Zickzack-Reihen, wie Taf. X, Fig. 9azeigt, bereits auf Gefässen dieser Zeit an. Es sind die Zickzack-linien aus feinen kurzen Stricheln zusammen gesetzt. Gleich-zeitig treten Gurtbänder der Verzierung Taf. X, Fig. 8aauf. Alle sind vor dem Brande leicht, aber schaff eingedrückt.Auch finden sich Gurtbänder aus langen feinen oder aus brei-teren kurzen keilförmigen Grübchen zusammengesetzt, wieTaf, X, 4 b u. 5 c zeigen. Gurtbänder aus einer Reihe, inregelmässigen Abständen verteilten, horizontalen Furchen kom-men ebenfalls vor, ebenso Gruppen von langen, senkrechtenoder schrägkreuzartig oder arabeskenartig verteilten eingeritz-ten Linien. Einige Gurtbänder hat man so hergestellt, dasssie rauh und etwas heller im Vergleich zu ihrer glatten,dunkeln Umgebung hervortreten. Eine weitere Verzierung sindhalbrund hervortretende Gurtringe, besonders bei den gelb-