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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
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dem Anschein nach erhielten sie sich nicht einmal über dasZeitalter der Augustee hinaus.

c. Weitbauchige Töpfe mit gefurchtemwulstigen oberen Rande, T a f. X, 2, stehen in derTechnik in der Mitte zwischen der letzt besprochenenSorte und den Terra nigra-Gefässen Taf. IX, 1021. Siesind blauschwarz überzogen; die Verzierungen wurden durchEinglätten hervorgebracht. Der abgebildete Topf barg eineMünze des Claudius.

d. Weitbauchige Töpfe, oben sich ver-engend und mit wulstigem S t a b r a n d e a b -scb Ii essend, Taf. X, Fig. 3, finden sich in blauer und mehrblaugrauer sowie gelbroter Farbe auf den ältesten römischenGräberfeldern mit hartgebackenen Gefässen; sie sind aus derLa Tene-Teclmik hervorgegangen. Die Ornamentation bestehtaus eingeritzten Linien. In späteren Gräbern fehlt diese Waare.

e. R u n d b a u c h i g e Töpfe m i t hohem c y 1 i n-d r i s c h e n Halse, T a f. X, 47 sind technisch Taf. XFig. 811 ähnlich, manchmal rötlich gelb, selten weiss, ge-wöhnlich blau, vielfach schwarzblau bis schwarz, wie das miteingeglätteten Linien versehene Gefäss X, 7; sie zeigen auchgleichartige Ornamente wie Taf. X, 811. Es kommen die-selben Formen wie Taf. X, 46 in den jüngsten La Tene-Arbeiten aus der Zeit um die Occupation Galliens durch Romvor, aber diese sind nicht so hart gebacken und haben auchim Uebrigen die beschriebene La Tene-Technik. Das Gräber-feld bei Mühlbach am Glan (Westd. Z. Jahrg. IV, Heft III,Taf. XVI, Fig. 13 und Taf. XVII, Fig. 310 und Taf. XVIII,Fig. 2 und 7), der im Bonner Provinzialmuseum befindlicheInhalt der Gräber von Horchheim, und die im Mainzer Rom.germ. Centraimuseum ausgestellten Gräberfunde von Mölsheim,Geisenheim, Nierstein, Heppenheim verglichen mit dem Ander-nacher Leichengräber-Inhalt verdeutlichen das Gesagte. DieseGefässe, soweit sie hart gebacken sind, fanden sich schon mitMünzen desAugustus, Tiberius, Claudius; ihre Formen nähernsich in der Flavierzeit der Fig. 6 auf Taf. X; der Thon ist jetzt sehrhart und schieferfarbig gebacken und der obere Teil in der Regel