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Töpfe wie Fig. 2 u. 3 schon in genannten Zeiten vor, wenn auchnur mit den einfachen Rändern Taf. IX, au. b. Bei den übrigenGefässen ist wegen der Randprofile Taf. IX, c—h keine Ver-wechslung möglich. Die Töpfe haben häufig Deckel, wie Fig. 3zeigt. In den Gräbern bergen diese Gefässe Speisereste (Tier-knochen etc.); auch Technik und Form weisen auf Kochge-schirre. Derartige Töpfe fanden sich stets mit Münzen vonAugustus und seiner nächsten Nachfolger. Jedoch haben sichTöpfe, ähnlich Fig. 2 u. 3 mit dem Profil h und von mehrrauhwandigem, härter gebackenen Thon bis in die Flavierzeithinein erhalten. Kumpen, wie Fig. 3, mit Profil h und vonhartem Brande, sowie mit rauhen Wänden finden sich sogarnoch in Gräbern aus der letzten Zeit der Römerherrschaft.
2. Taf. IX, Fig. 5—9, Glatte Gefässe vorrömi-scher Technik, denen die klingende Härte der römischenirdenen Waare fehlt, ebenso die reine Farbe. Wenigstens hatdas Aeussere von Fig. 5—8 noch das lederartige Braungraue,das in das Schwärzliche oder Graue übergeht, aufzuweisen.Die Wände sind zwar glatt, aber es ist mehr die Glätte dervorrömischen Arbeiten. Selbst Fig. 9 wird man noch nichtmit den eigentlichen gut gebackenen römischen Arbeiten ver-wechseln, wenn auch, wie bei den übrigen Gefässen mehr derTypus der römischen als der vorrömischen La Tene-Zeit vor-herrscht. Dieses Gefäss ist weiss überzogen und mit einemBande braunroter schachbrettartiger Verzierungen versehen.Die Ornamente von Fig. 7 sind eingestrichen. Die Gefässesind unten noch nicht abgedreht, ausgenommen ist Fig. 6;dasselbe ist unten nicht abgeschnitten sondern etwas abgerun-det, wie die erste Spur von Abdrehung. Die Töpfe Fig. 7—9finden sich in weiter südlicher Verbreitung noch neben Sachendes jüngeren La Tene-Typus. Dahingegen wurden die Fig. 5u. 6 in den ältesten Andernacher Leichenbrandgräbern mitMünzen und Gelassen der augusteischen Zeit gefunden. Insolchen Gräbern fehlen bereits Fig. 7—9, in späteren Gräbernsämtliche Gefässe dieser 2. Art.
3. Taf. IX, Fig. 10—21, glänzend schwarze Ge-fässe, deren Bruchfläche in der Regel graublau, manchmal