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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
Seite
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in der Mitte rotbraun ist. Der Ueberzug ist zum Teil durchDämpfen verursacht; die schöne glänzende Tiefschwärze man-cher Gefässe ist auch durch einen farbigen Ueberzug hervor-gerufen, sicher da, wo sie wie eine Haut aufliegt, manchmalrissig wird und abblättert. Vielfach zeigen die besseren Ge-fässe dieser Sorte Stempel der Art, wie sie bei den Sigillata-Gefässen näher beschrieben werden. Fig. 10 hat eingestrichene,Fig. 11 und 18 aus Thonschlamm aufgetragene Ornamente. Ge-fässe derselben, wenn auch unvollkommenerer Form und Technik,finden sich schon bei einer Gruppe von einheimischen Arbeitender La Tene-Zeit. Besonders sind in den einheimischen Grab-hügeln des Trevirergebietes alle diese Formen, wenn auch vonleichtem Brande und weniger gesättigter blauschwarzer, sondernmehr braunschwarzer oder brauner oder grauer Oberfläche ver-treten, ausgenommen die Flaschenform Fig. 16. Es reichendiese Arbeiten aufwärts in Gräbern nicht über die Flavierzeithinaus. Die vollendetsten dieser Art von schwarzen Gefüssensind die papierdünnen Fig. 13 und Fig. 14. Die Wände sindnur 2 mm dick, von graublauer, nach den Rändern zu manch-mal braunroter Farbe, und haben tiefschwarzen Ueberzug.Dabei sind sie äusserst scharf und so sauber und spiegelglatthergestellt, dass man glauben sollte, man habe es mit einemgedrechselten Bronzegerät zu thun. Es wurden in AndernacherLeichenbrandstellen nur Bruchstücke von solchen Gefässen an-getroffen. Das abgebildete befindet sieh als Kölner Fundstück imBonnerProvinzial-Museum. DasTrierer Provinzial-Museum besitztauch ein solches. Einige dieser Gefässe haben einen Deckel,welcher sich mit einer fein umrandeten flachen Schale aus so-genannter terra nigra vergleichen lässt. Manche sind gestem-pelt; die Töpfernamen sind nach der Bestimmung des HerrnDr. Dressel in der Regel barbarisch. Bruchstücke fandensich auch im Neusser Flavierlager. In England scheinen dieseGefässe zu Hause zu sein, so häufig werden sie dort zu Tagegefördert. Dass dieselben, wie ein Fund von Stree denkenlässt (vgl. v. Bastelaer S. 100 A. IV 12 1 u. S. 66) bis indie Zeit Marc Aurels hineinreichen sollen, ist stilistischnicht wahrscheinlich. - Von gleichem Interesse sind auch