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einer zweifellos einheimischen von orangeroter Farhe, barbarischeTöpfernamen und keine Ornamentation zeigend, und einer tief-roten, die zum Teil mit reichem scharfen Reliefschmuck ver-sehen ist, mehr klassische Namen, und auch im Innern saubereProfilirungen aufweist. Nur die roheren Urnen und Kochge-schirre haben eine horizontal abgeschnittene Standfläche; alleübrigen Gefässe sind unten kunstvoll abgedreht..
In der Zeit der Flavier, anscheinend nach den, dasganze Rheinland kulturell erschütternden Folgen des batavi-schen Freiheitskampfes (J. 69—70 n. Chr.), gestaltet sich derUebergang zu einer neuen keramischen Kunstweise, in der dasEdle und in der Form Gesunde der augusteischen Zeit erkrankt,,verroht, sich aber nach einer neuen Richtung wieder erhebt,die ein Streben nach Abrundung und nach Zierlichem zumAusdrucke bringt.
Gehen wir näher auf die verschiedenen Abteilungenvon römischen Gefässen der ersten Kaiserzeit ein, dann lassensich folgende 12 Arten dieser Gefässe unterscheiden:
1. Taf. IX, Fig. 1—4, rohe Gefässe vorrömischerTechnik, von denen sich Fig. 1 bis 3 in allen Grössen biszum kleinen Kinderspielzeug finden. Dieselben sind untenabgeschnitten. Die Oberfläche ist manchmal etwas holperig,oft vermittelst eines gezahnten Instrumentes oder durch Reisigoder durch Thonschlamm-Bcwurf rauh gemacht; sie hat einedunkelbraune oder gelbliche, stellenweis in das Rötliche oderSchwarzgraue oder geradezu rein Lehmige spielende Farbe.Die Bruchfläche erscheint rötlich, grauschwarz, ist recht bröck-licli und brandartig; sie lässt stärkere Zusätze von Sand, Quarzund anderen härteren Körpern erkennen, wodurch sie porösund nicht so klingend hart gebacken erscheint, wie die römi-schen Gefässe im Allgemeinen. Dieser Umstand in Verbindungmit der oft rohen Gestalt und der schmutzigen, den vorrömi-schen Gefässen ähnlichen Farbe und Bruchfläche gab vielfachzu der Vorstellung Anlass, man habe germanische Graburnenu. s. w. gefunden. Viele dieser Gefässe, bei denen der obereRand wie bei 1 glatt verläuft, finden sich auch bereits iu Grä-bern der La Tene- und Hallstätter Zeit; ebenso kommen ähnliche