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Es ergiebt sieb folgende Einteilung der römischen Gefässe-römischer Zeit:
I. Gefässe der ersten Kaiserzeit,II. „ „ mittleren „ ,III. „ „ späteren „
Gehen wir zu einer näheren Betrachtung der römischenGefässe der ersten Kaiserzeit über.
I. Die Gefässe der ersten Kaiserzeit.
Die Gefässe der ersten Kaiserzeit welche im Rheinlandegefunden werden, kommen in gleichen Arten auch weit überdiese Landschaft hinaus vor, wenn auch nicht alle und manchemit geringen lokalen Neugestaltungen (vgl. Cochet, Arch.ceram. et sepulcr. ou l'art u. s. w. Paris 1860. Oleuziou,Poterie Gauloise. Paris 1872). Einige auswärtige, besondersitalische Gefässe lassen durch ihre Identität mit rheinischenFunden sofort erkennen, dass Handelswaare vorliegt, die sichvielleicht, manchmal sogar nachweislich, in sehr grossem Teiledes römischen Weltreiches wiederholt. Aber bei dem gegen-wärtigen Stande der klassischen Archäologie, die sich früherlieber mit dem künstlerisch Schönen als mit dem geschichtlichnicht minder bedeutsamen Schlichten beschäftigte, lässt sichüber die Quellen der eigentlichen Handelswaare im engerenSinne des Wortes so gut wie nichts sagen. Mein zuerst zuAnfang des Jahres 1880 und dann im Jähre 1882 gemachterVersuch, durch Vermittlung des Kaiserl. Deutschen archäolog.Instituts in Rom eine Linie zwischen rheinischen und italischenGelassen römischer und vorrömischer Zeit zu ziehen, scheiterte,trotz der Bemühung Prof. Dr. Helbigs, Aufschluss zu gewin-nen. Ueber jene Industrie der Kaiserzeit ist nämlich nirgendsim Zusammenhange gehandelt, überhaupt das ganze Themaungebührlich vernachlässigt worden, da leider die Archäologenvorwiegend solche Denkmale zu besprechen lieben, welche zurEntwickelung ihrer Gelehrsamkeit Gelegenheit geben. Erstin letzter Zeit nimmt, besonders durch den Einfluss vonLöschke und Dressel, die Angelegenheit eine bessere Wendung..