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Provinzialmuseum, sowie in den Museen zu Düsseldorf, Göhl,Mainz, Wiesbaden, Worms, Homburg, Frankfurt, Speier, Strass-burg und dem zu Namur Gelegenheit, die betreffenden Originalezu sehen, wo bezüglich der einen oder anderen Frage Zweifelauftauchen sollten; Abbildungen und Beschreibungen alleinführen schliesslich doch nur zur Kritik eigener Eindrücke.
Die Gräber, in welchen diese Gefässe vorzüglich gefun-den werden, bergen oft bis zu 12 und mehr Gefässe: Töpfe,Schüsseln, Teller und Becher. In der ersten und mittlerenKaiserzeit sind die Todten dieser Gräber fast ausnahmslos nurverbrannt der Erde übergeben worden. Die Asche des Ver-storbenen liegt in einem der Töpfe; daneben findet sich dannwohl ein Gefäss mit Tierknochen; Tierknochen finden sichzum Teil verbrannt, zum Teil auch unverbrannt auch aufSchüsseln und auf Tellern, zuweilen sogar unter denselben.Es lässt sich manchmal eine Art von Familiengräber erkennen,in denen mehrere Töpfe mit Aschenresten stehen. Die Gräberbergen ausser Gefässen alle möglichen Dinge des Hauses unddes Schmuckes; in der ersten Zeit fehlen nicht einmal dieWaffen (vgl. meine Abhandl.: Die vorröm., röm. u. fränk. Grä-ber in Andernach im H. 86 der Bonner Jahrbücher). In dermittleren Kaiserzeit lassen die reichen Beigaben im Allgemeinennach. In der letzten römischen Kaiserzeit, soweit ich sehe, seitConstantin d. Grossen, werden die Toten in grosser An-zahl auch unverbrannt beigesetzt. In den Gräberfeldern ausder Zeit der Valentiniane und späteren Zeit der Römerherr-schaft fand ich nur unverbrannte Skelette. Aber die Totensind nicht, wie die merovingisch-fränkischen, in voller Waffen-rüstung oder in festlichem Gewände der Erde anvertraut, son-dern durchaus einfach, im Geiste des zur Herrschaft gelangtenChristentums, wenn auch die Gefässe vor wie nach, altherge-brachter Sitte entsprechend, mitgegeben wurden, oft sogar nochmit Speise und Trank versehen. Ausserdem findet man häu-figer die bekannten, oft sehr kunstvollen Glasgefässe, aberselten den einen oder anderen Metallgegenstand, etwa eineFibel, ein Messer, einige Perlen. Viele Gräber bergen über-haupt nur das Skelet.