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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
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flachem Bogen oder in einem Knopf, oft auch gerade. DieBeschläge der beiden Scheideseiten sind durch quer gestellteBlechstreifen mit einander verbunden, die dem Ganzen dieGestalt einer Leiter geben. Nach Tischler finden sich inder ältesten Epoche der La Tene-Zeit im Süden und OstenSkcletgräber, während in Norddcutsehland allein der Leichen-brand üblich sei. In Gallien und Deutschland trete dieseserst in der spätesten Periode auf. Aber es ist hier anfangsjedenfalls in Anbetracht zu ziehen, ob die Gräber keltischeoder germanische sind. In Hügelgräbern des Mosel-Nahege-bietes, in denen Urnen gefunden worden, die mit den jüngstenLa Tene-Gefässen übereinstimmen, zeigten sich flache Grubenvon Menschenlänge, darüber hinausgehende und kleinere, oftzu dreien in einem Grabe. Dieselben enthielten wie ihre Um-gebung Brandreste und hier und da erschienen kleine Häuf-ehen von Menschenknochenasche. Andere Gräber, wie dasvon Horchheim (vgl. R. Pick, Monatssclir. f. rh.-westph.Geschichtsf. u. Altertumsk. III., S. 469) haben sowohl Leichen-brand- als Skeletgräber aufzuweisen. Aber es lässt sieh hiernicht entscheiden, ob beide Beisetzungsarten gleichzeitig sind.Jedenfalls sind auf dem von Harster (Wd.-Z. IV, 1, S. 283bis 298) beschriebenen Urnengräberfelde bei Mühlbach amGlan, dessen Gefässe mit Ausnahme einiger römischer Ge-fässe der ersten Kaiserzeit den Typus der jüngeren LaTene-Vasen tragen, die Todten alle verbrannt, ausgerüstetmit Eisenwaften und Eisenwerkzeugen, in Urnen und inSteinplatten-Kisten innerhalb der letzteren zuweilen auchohne Aschentöpfe der Erde übergeben worden. Dasselbeist bei den ältesten, zeitlich unmittelbar an das MühlbacherGräberfeld anschliessenden frührömischen Gräberfeldern inAndernach der Fall. Aber auch hier lagen unterhalb dieserGräber noch einige mit La Tene-Schmuck versehene unver-brannte Todten (vgl. meinen Aufsatz über die AndernacherGräberaufdeckung, Bonner Jahrb. II. 86, S. 149151). Auch diesich über beide Seiten des Niederrheins erstreckenden Ger-manengräberfelder, welche nachweislich bis in die erste röm.Kaiserzeit hineinreichen, haben nur Leichenbrand.