— 53 —
ferner die Hufeisendolche, prachtvolle in getriebener Arbeitoder vermittelst Termolirstich verzierte Gürteibleehe und Haken,schöne Golddiademe und Armbänder, wie in den Fürstengräbernund zu Allenlüften bei Bern, Wagen — 2 od. 4 rädrig —,die Speichen mit Bronze, die Felgen oft mit Eisen beschlagen.In Ludwigsburg fand sich sogar eine griechische Schale mitroter Figur auf schwarzem Grunde, welche dem Ende des5. Jahrh. zugeschrieben wird. Im Rheinlande ist im Allge-meinen eine solche reiche Ausstattung noch nicht aufgedecktworden. Aber verschiedene Grabfunde zeigen auch hier eineannähernde Onlturäusserung. Ich erinnere nur. an die vonProf. Klein untersuchten und beschriebenen Hügelgräberfundevon Hennweiler (Festschr. d. Vereins d. Alterthumsfr. im Eheini.,Bonn 1888, S. 85-—120, welche u. A. Wagenreste enthielten,deren Radspeichen aus Eisen bestehen und mit massiven schöngeformten Bronzeköpfen versehen sind. Die Räder selbst zeigenschmale, an den Seiten mit vorstehenden Rändern verseheneEisenreifen. Es wurden ferner eine Situla aus Bronzeblechmit Tragreifen von Eisen gefunden. Ebenso ergaben sichzahlreiche Hals- und Armringe aus Bronze, die zum Teileingekerbte Vertiefungen haben; zum Teil die bekannte fin-den Schluss der Hallstätter Periode und das Ende der nor-dischen Bronzezeit charakteristische, in ganz Nord- und inWestdeutschland bis weit nach dem Sünden hin verbreitete(Tischler Festschr. d. Physik. Oek. Gesellseh. Königsb. i. Pr.22. Jan. 1890 S. 20), wechselnde Torsion zeigen. Sehr be-zeichnend sind ferner die dicken, aus sehr dünnem breitenBronzeblecli gewundenen Halsringe; solche fanden sich auchin den Gräbern von Oberhausen. Unter den Grabfunden vonBrauweiler, Nieder- und Obergondershausen, ferner aus denGrabfunden von Langenlonsheim a. d. Nahe befinden sichauch die grossen dünnen Halsringe mit wechselnder Torsion.Zahlreich erscheinen in diesen Gräbern die schlanken Eisen-lanzen mit feingezogenem scharfen Mittelgrat. Von grösstemInteresse für die Beurteilung und Zeitstellung der jüngstenGräber dieser Abteilung sind auch die sogenannten Sclinabel-kannen aus Metallblech, wie sie aus den Gräbern zu Marza-