botto bei Bologna, in etvuskischen Nekropolen zu Vulci, aus-Gräbern Frankreichs, Belgiens, Hollands und Böhmens be-kannt sind. Wir kennen sie in Deutschland aus Tholey Her-meskeil, Holzhausen, Weisskirehen a. d. Saar, Schwarzen-bach, Besseringen, Brumath, Dürkheim a. d. H., Arnsheim,Rheinhessen, Wiesbaden, Gallscheid bei St. Goar, Ludwigs-burg, Haten (Elsass), Jena (Tischler, Gliederung d. vorröm.Metallzeit i. Corresp. Bl. f. Anthrop. XII Jahrg S. 126 u. f.).Es reichen dieselben zum Teil schon in die folgende Periodehinein.
Was nun die Gefässe dieser kiinstlersich reichhaltigenPeriode betrifft, welche nach Naue als „Höhepunkt der Kultur"bezeichnet wird, so lassen sich im Allgemeinen vier Artenunterscheiden, nämlich Urnen, Schüsseln, Schalen und Becher.Die Urnen zeigen zum Teil in ihren oberen Partien die scharfeLinienführung der Urnen voriger Abteilung. Aber unter demschrägen Rand und dem darunter befindlichen Absätze bauchtder Topf weit aus und verengt sich nach unten wieder, wieTaf. VI, Fig. 7 zeigt. Die zweite Urnenform hat einen höhe-ren flachen, aber kräftig ausladenden oberen Rand, eine weiteBauchung und mehr gedrungene Gestalt, Taf. VI, Fig. 11—12.Die Schüsseln haben zumeist einen flachen, etwas abgerunde-ten Boden wie Taf. VI, Fig. 10 zeigt. Die Becher gleichen,wie das Horchheimer Gefäss Taf. VI, Fig. 9 erkennen liisst,in dem oberen Teile den Urnen der ältesten Hallstattzeit:es kommen andrerseits, wovon Taf. VI, 13 ein Beispiel ist,Becher vor, die bereits einen hohen Standring aufweisen. Be-sonders häufig wird der Taf. VI, Fig. 14 abgebildete untenkeglige Becher in Gräbern der jüngeren Hallstattzeit vorge=funden. Es findet sich dieser Typus mit zweischleifigenSchleifenringen aus dem Schluss der Hallstätter Zeit selbstin Gräbern Ostpreussens (Tischler Festschrift der Physik. Oek..Gesellsch. in Königs!), in Pr. 22. Febr. 1890, Taf. 1. u. 2),in welchen auch die sogenannten westpreussisclien Gesichts-urnen vorkommen. Die Ornamentation besteht manchmal auseingeschnittenen Linien, schachbrettartigen, kreuz- und stern-förmigen, besonders gerne in Zickzack geführten Mustern, die