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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
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(Ges. Isis in Dresden 1890. Abb. 8) als anscheinend gegenEnde der Hallstatt-Periode angelegt betrachtet und zwischendie Umenfelder von Strehlen, Grossenhain und Uebigen sowiedas zum Teil der La Tene-Zeit angehörende Gräberfeld vonHaidenau bei Pirna setzt. Ausser dem Weiss verwendet manHaus- und oft auch noch Ziegelrot zur Gefässdekoration.

b) G'efässe der jüngeren Hallstatt-Periode.

Die Grabhügel der jüngeren Hallstütter Zeit gleichen imBau denjenigen der vorigen Abteilung. Es scheinen jedochbei uns wie in Bayern die Steinbauten und Steinkränze all-mählich zu verschwinden, während die ohne Steinzuthaten auf-geführten Grabhügel zunehmen. Ob hier am Rhein auch dieaus grossen dünnen Eisenplatten hergestellten Grabböden vor-kommen wie in Bayern, ist noch nicht festgestellt worden.Man hat Spuren bereits bei Frankfurt angetroffen, welchevielleicht auf diese Sitte hinweisen (Wd. Z. VI II. H. III. 1889S. 255261). Besonders bezeichnend für diese Periode sindnoch die gestanzten Bronzegürtelbleche. Nach den Ausführun-gen Tischlers (Corresp. Bl. a. a. 0.) enthält die jüngereHallstütter Periode die einfachsten Schlangenfibeln, Certosa-fibeln, enggerippte Cisten und Dolche mit hufeisenförmigemEndknopfe. Neben den rein italischen Bronzegeräten, wie ins-besondere Armbänder und Eisengeräte, finden wir solche, dieeinen nationalen Charakter zeigen und bereits von einer ent-wickelten einheimischen Industrie Zeugnis ablegen. Währendsich die östliche Region eng an Italien anschliesse, fändenwir im Westen selten italische Formen, doch lasse sich dieder Hallstütter Periode zukommende Zweiteilung deutlich ver-folgen. Die Fibeln seien selten, aber das Hallstütter Schwerterscheine häufig. Ausserordentlich reich sei in dem west-lichen Bezirke die jüngere Hallstütter Zeit vertreten, am glän-zendsten in den Fürstengräbern von Hunderringen und Lud-wigsburg in Württemberg. Es finde sich hier die Pauken-fibel in den verschiedensten Variationen, die Armbrustfibelmit zurücktretendem Schlussstück, die jüngste einfache Formder Schlangenfibel, welche mit der italischen übereinstimme,