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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
Seite
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Mainzer Centraimuseum befindliche Nadel von Grosswintersheim,welche mit den Gebissen Taf. V, Fig. 4 und 5 zusammen ineinem Grabe gefunden wurde, völlig glatt und mit einem eiförmigrunden, durch eöncentrisclie Gurtlinienbänder und Linienhalb-kreise geschmückten dicken Knopfe versehen. Die mit demvorbeschriebenen langen geschweiften Bronzemesser zusammengefundene Nadel ist unterhalb des mehr runden, oben etwaszugespitzten dicken Knopfes mit einem breiten Gurtbandevon horizontalen und in Fischgräteform gestellten Linien ver-ziert. Der Kopf selbst trägt ähnlichen Schmuck gleich demschon beschriebenen der Grosswinlersheimer Nadel. Naueschreibt diese Nadelform dem Ende der jüngeren Bronzezeitzu; er betrachtet auch das mit derselben zusammen wie inBayern so auch in einem Grabe von Heidesheim bei Wormsvorgefundene 60 nun breite, dünn gehämmerte Bronzeblech alseine Arbeit, welche am Ende der zweiten Periode jüngererBronzezeit auftrete. Es galt als Beschlag des Leder- oderZeuggürtels und besteht aus einzelnen, 27 mm breiten Plätt-chen, deren ausbiegende Seiten krampartig umgebogen sind.Zwischen den Krampen sind runde, mit ausgehämmerten con-centrischen Reifen verzierte Bronzeblechplättchen angebracht.Teile einer Schmuckkette, die sich gleichfalls in dieser Todten-wohnung vorfanden, zeigen 15 mm im Durchmesser haltendeglatte runde Ringe, welche durch 4 mm breite Bronzeblech-streifen mit einander verbunden sind. In dem Grosswinters-heimer Grabe fand sich auch ein glatter runder Bronzeringmit Gusszapfen, wieder ein Zeichen der letzten Bronzezeit.

Die Gefässe der zweiten Periode jüngerer Bronzezeitsind ebenfalls sehr spärlich in den rheinischen Funden; siehaben zum Teil noch, wie die Taf. V, Fig. 4 u. 5 abgebildetenGefässe aus dem Grabfund von Grosswintersheim zeigen, untenabgerundete Böden und auch Verzierungen wie die der vorigenPeriode, welche aber mit weisser Farbe ausgefüllt sind. Eineweitere Form dieser Periode stellt die Schale Taf. V, Fig. 7vor. Am Rhein wie in Bayern ist die Ornamentik aus ein-gestempelten Dreiecken, wie sie diese Schale zeigt, bezeichnend.Eine Urne, wie die von Naue als charakteristisch für die