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(1) Gefässe der 2. Periode jüngerer Bronzezeit.
Zum Verständnis der Kulturperiode, in der die Gefässeder 2. Periode jüngerer Bronzezeit auftreten, kommenzunächst wieder die Waffen in Betracht: Die Seh wert erhaben kurze Griffe mit niedrigem Knaufe. Der letztere istoval oder achteckig und wird von einem kegelförmigen Knopfabgeschlossen. Der nach der Schneide hin gerichtete, etwasausladende untere Griffteil ist halb, oder dreiviertel-kreisförmigeingeschnitten. „Schwerter mit vollgegossenem Griffe, der inder Glitte stark ausbaucht und dessen grosser Knauf anstattgerade, schalenförmig gebildet ist," sind nach Naue sehrselten. Die Klingen sind gerade und verjüngen sich nachder Spitze. Die Mittelrippe ist nicht mehr dachförmig oderfast oval, sondern stark und rund. Nach unten ausschwel-lende Klingen sind selten (Naue). Die Messer sind ele-ganter; die Rückenkrümmung liegt mehr nach oben, die Spitzemehr nach aussen. Schliesslich sehen wir, wie in Oberbayernso auch am Rhein, längere schmale, stark geschweifte Messermit hohlem oder vollgegossenem Griffe, der hei einem imMainzer Museum befindlichen Messer von Heidesheim auchlang, rund und unterhalb der Klinge eine dreifach geriefteringförmige Erweiterung zeigt. Die Klinge hat feine gerad-linige und Zickzackornamente, in der Nähe des Griffes aberkleine eingeschlagene Ringkreise. Wie in Bayern, so sindauch am Rhein jene Bronzebeile (Palstäbe) gefundenworden, deren Schaft stärker als der älterer Beile und derenhöher gegossene Schaftlappen nach Innen gewendet sind.Dass auch die von Naue in diese Abteilung gestelltenBrillenspiralen mit bordirtem Mittelteil im Rheinlande vor-kommen, hat bereits Undset (Wd. Z. V, 1886) hervorgehoben.Auch die einfach oder doppelt aufgewundenen oder aus schlichtendünnen Reifen bestehenden Fingerringe kommen hier vor.Während die von Dorow (Opferstätte und Grabhügel der Ger-manen und Römer am Rhein Taf. V, Fig. 1 u. 2; Taf. VIII,Fig. 1; Taf. IX, 1; Taf. X, 4) abgebildeten noch die älterenFormen der bayerischen Gewandnadeln zeigen, ist die im