gössen. Die Gürtelscheiben sind ebenfalls sehr stark gegossen,nach innen flach, nach aussen sanft gewölbt und mit Mittel-knopf versehen, an dem ein langer Haken angefügt ist. Zumersten Male zeigt derselbe nach den Beobachtungen Kaue 'sHn Bayern das Spiral- und Wolfszahnornament in vortrefflicherAusführung.
Auch über die Thongefässe dieser Periode haben wir zuwenig Material, um genügende Aufstellungen machen zu können.In Bayern zeigen die Thongefässe der 1. Periode jüngererBronzezeit nur eine ununterbrochene Fortentwicklung der älte-ren Typen. „Ihre Form, Verzierung und Ausführung sind die-selben wie früher", so sagt Kaue, „auch das Material bleibt„das gleiche. Wie man aber bei den Bronzeschmucksachen,„Waffen und Geräten Neues erfindet, so auch bei den Gefässen:„es treten nun geschmackvolle Formen mit neuen Ornamenten„auf.' Das verwendete Material ist sorgfältig ausgewählt und„zubereitet, und die Ausführung vortrefflich. Die bräunliche„Lokalfarbe des Thones erhält durch die Glättung noch einen„besonderen Reiz. Unter den stets eingeritzten und einge-schnittenen Ornamenten herrschen der „Wolfszahn" und die„drei-, vifer- und fünffach angewendeten und variirten Zick-zacklinien vor. Als ganz besonderes Kennzeichen unserer„Grabgefässe gilt der nach aussen sanft gewölbte Boden."Wie das von L. Lindenschmit in der „Wd. Zeitschr." IX,113 abgebildete, zu Nierstein in einem ursprünglichen Hügel-grabe mit Skeletresten, Brandspuren und Steinhaufen gefun-dene, von mir Taf. V, Fig. 1 wiedergegebene Gefäss zeigt,passt diese Beschreibung, wie es scheint, auch für die rheini-schen Gefässe. Naue bildet (L'äge de bronze dans la H teBaviere) (Taf. X, Fig. 5 u. Taf. XI, 1 u. XII, 2) dieselben Ge-fässtypen ab. Ebenso haben der von Naue (a. a. 0. Taf. XIII,Fig. 1 u. 2) abgebildete grosse Topf und der kleine Becher,von denen der erstere Leisten- oder Tupfenschmuck, ähnlichdem der älteren Gefässe aus der Bronzezeit zeigt, ganz dievon mir Taf. V, Fig. 2 u. 3 wiedergegebenen Formen der jün-geren Gefässe von Urmitz. Dieselben Typen sind aber auchunter den ältesten Gelassen der Bronzezeit bekannt.