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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
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schon zufolge clor Verhältnisse in jenen Fundorten Nieder-Österreichs und Mährens, wo sie selbst oder verwandte Er-scheinungen, insbesondere gleichartige Gelasse vorkommen,,in die allerfrtiheste Bronzezeit zurückführen." Das wird durchdie Untersuchungen 0 lshausens (Zeitschr. f. Ethnol. Jahrg.1886, S. 433 und 483), wie auch von Tischler (Schriften derpliysik.-ökonom. Ges. zu Königsberg, Jahrg. 1890, S. 19) auchfür einen grösseren Umkreis bestätigt.Die Schleifenringeund andere Zwischenglieder verbinden sie mit anderweitigen.Funden aus dem Beginn der Bronzezeit, zuweilen sogar mitSteingeräten mit kupfernen Flachbeilen und Schwertstäben."So setzt auch Montelius (Dm Tidsbestämning inom Brons-älderen S. 194) den Beginn des nordischen"'"Bronzealters in dieMitte des zweiten Jahrtausends. Cartailhac spricht dieselbeZeit für den Beginn der Bronze aus (Les äges prehistoriques-de l'Espagne et du Portugal S. 108).

Gräber dieser Zeit sind im Rheinlande zweifellos in grosserZahl vorhanden; aber bisher wurden nur wenige wissenschaft-lich untersucht. Es dürfte deshalb praktisch erscheinen, dievon Naue unter Zugrundelage einer unvergleichlich grossenAnzahl zumeist von ihm persönlich untersuchter Grabhügel inOberbayern, Mittelfranken, Oberpfalz und Schwaben gewon-nenen Resultate (vergl. Naue, Corresp.-Bl. f. Anthrop. XX.Jahrg. 1889, S. 127); Naue, L'äge de bronze dans la HauteBaviere, Lyon 1892) mit den rheinischen zu vergleichen. Naue-unterscheidet zunächst eine ältere und eine jüngere Bronzezeit;er kennt ferner eine ältere und eine jüngere Periode sowohlin der älteren als auch in der jüngeren Bronzezeit. Nauestützt sich dabei auf die im Laufe der Zeit erfolgte Umwand-lung der Art der Totenbeseitigung, der Art der Grabesbei-gaben und deren formaler und ornamentaler Gestaltung.

Die Grabhügel der älteren Bronzezeit Oberbayerns zeigen,dass man zuerst eine Grube, das eigentliche Grab herstellte;diese wurde in der Regel unten und seitlich mit Steinen be-kleidet. Man legte dann den unverbrannten Toten hinein undbedeckte ihn mit feiner Erde. Darüber wölbte man in derForm des Viertelkreises mehrere durch Lelnnlagen unterbro-