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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
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scharf eingedrückten rechtwinkligen Grübchen zusammenge-setzt sind wie Tat'. II. Fig. 16. Deren Abstände und Verlauflassen deutlich erkennen, dass man sich zur Herstellung einesZackenrädchens, also keiner Schnur bedient hat, also ähnlichden reichen Verzierungen der von Undset beschriebenen ge-schweiften Bechern des Typus von Brandwitz. Dieselbe Formhat auch ein geschweifter Becher von Weissenturm bei Ander-nach, wo er nach den glaubwürdigen Aussagen von Arbeiternunter der die Bimsteinschichten bedeckenden grauen vulka-nischen Aschenschicht entdeckt wurde. Er zeigt Reifenver-zierung wie Taf. III, Fig. 12. Die Reifen sind mit einemHölzchen scharf eingestrichen : Professor Schaaff hausen teiltemir z. Z. mit, dassmehrere Gefässe dieser Form auf derGewerbeausstellung zu Coblenz im Sommer 1891 zu sehenwaren. Zwei befanden sich im Besitze des Herrn Dr. Pickin Coblenz. Eines ist von gleicher Grösse wie das von Weissen-turm. Eines ist mit fünf Reihen eingedrückter Punkte ver-liert, die oberste bildet kleine Rauten, das zweite ist vielniedriger und hat um den Bauch neun durch Punkte hervor-gebrachte Linien, neben dem oberen Rande sechs." Der zweitein dem Wiesbadener Grab gefundene Becher nähert sich in derForm mehr den von Klopfleisch (a. a. 0. H. I.) abgebildetenBechern mitmehr oder weniger kugligem, unten abgeflachtemGefässbauche und einem hohen Halse, der etwas eingekehltist". Der in überaus sinnvoller Weise verteilte Schmuck,welcher als ein Muster des Anpassens der Ornamentation andie körperliche Grundform des Gefässes angesehen werdenkann, ist ausnahmslos vermittelst der Schnur durch Abdruckihrer Windungen hergestellt, wie Taf. II, Fig. 9 zeigt. DasMainzer römisch-germanische Centraimuseum besitzt ein ähn-liches Gefäss aus Oberolm. Dasselbe zeigt breite Bänder, diein der Alitte zwei nebeneinander laufende Zickzacklinien tragen,welche von zwei Horizontallinien begrenzt werden; der Raumzwischen diesen und den Zickzacklinien ist mit senkrechtenStrichen ausgefüllt. Diese Taf. III, Fig. 18 abgebildeten Ver-zierungen sind eingeschnitten und mit weisser Farbe ausgefüllt.Ein zweites Gefäss dieser Form, das in Hörnsheim gefunden