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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
Seite
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Sachsen gefundenen Gefässe, welche auch noch einen kleinenKranz von Schnurösen dicht unter dem Gefässhalse zeigen.Henkel wurden hei keinem Gefässe dieser Art gefunden. Auchist bisher noch keine Gliederung der Henkel durch Hohlkehlenbeobachtet worden. Gegliederte Gefässrändcr und Buckelnfehlen ebenfalls. Es sind bisher auch noch nicht griffeiförmigeund jene im Norden häufig vorkommenden breiten aufwärts ge-richteten Ansätze nachgewiesen, welche dem unteren Teile vonHenkeln ähnlich sind. Die Thonmasse ist häufig mit härterenKörperchen vermischt, mittclmässig hart gebrannt und vonschmutzig gelblichschwarzer oder grauschwarzer Farbe. Aufder Oberfläche ist häufig ein dünner Ueberzug von etwas hel-lerer Farbe als die der Grundmasse angebracht, der sich stel-lenweise abschälen lässt. In diesen feinen Ueberzug sind dieOrnamente eingedrückt. Eine der Wiesbadener Amphoren Taf.III, Fig. 3, ist unverziert, die andere, Fig. 2, zeigt scharf ein-gedrückte Stäbe, sogenannte Schnittverzierung, in der Formvon Fischgräten, die augenscheinlich ursprünglich mit hellerFarbe ausgefüllt war.

2. T a f. III, F i g. 46 Geschweifte Becher. Der-selben wurden im Wiesbadener Hügelgrabe zwei gefunden.Der Taf. II, Fig. 4 abgebildete gleicht in der Form der umge-kehrten Glocke; die in die obere Thonschicht eingedrücktenVerzierungen bestehen aus Gurtreihen von Schnittmustern undvon vermittelst einer aufgelegten Schnur eingedrückter soge-nannter ächter Schnurverzierung. Diese Schnurornamente er-strecken sich auch in drei Zügen auf die Innenseite des oberenRandes. Unterhalb Andernach ist bis jetzt kein geschweifterBecher gefunden worden. Die Schnurverzierung- ist bis jetztnoch nicht unterhalb Wiesbaden vorgekommen; hier erschienstets nur Quadratpunkt- und Stichmuster, aber in derselbenAnordnung wie die Schnurornamentik. So gleicht einebei Andernach gefundene Gefässform dieser Art Taf. III,Fig. 4. Der Thon ist rötlichbraun, stellenweise braunrot oderin das Grauschwarze übergehend. Die Wand ist nicht dickund ein Anschlag klingt wie der gegen Holz gerichtete. DieVerzierungen bestehen aus Band- und Zackenmuster, die aus