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Schriften der physik.-ökon. Gesellschaft Jahrg. XXI\ ; ders.ebend. XXIX. Jahrg. 1888).
c) Der schnurverzirte geschweifte Ileclier und dieverwandten Gefässe der jüngeren neolithischen und der
Kupferzeit.
Bei der Charakterisirung des schnurverzierten geschweiftenBechers und der verwandten Gefässe der jüngeren neolithischenund der Kupferzeit kann ich wieder von einem rheinischenFunde ausgehen. Es ist das von Dorow (Opferstätten undGrabhügel, 1. Abt., Wiesb. 1826, S. 1—5) ausführlich be-schriebene Hügelgrab von Hebenkies bei Wiesbaden. Ge-nannter Forscher sagt, man habe einen muldenförmigen Kesselvon 7 Fuss im Durchmesser und von 5 Fuss Höhe errichtet,und zwar aus keilförmig gesetzten Feldsteinen, sodass vonAbend her eine horizontale Oeffnung blieb, „welche zuletzt mitSteinen ausgefüllt wurde". Dann habe man auf diesen Kessel,der keine Spur von Ueberwölbung zeigte, einen 7 Fuss hohenKegel von eben solchen Feldsteinen errichtet, das Ganze abereinige Fuss dick mit Erde überdeckt, in der gleich oben eineMenge zum Teil mit Grünspan besetzter, zum Teil schongänzlich zu Grünspan gewordener Metallringe gefunden wurden.Gleich rechts von dem Eingang in den Kessel fand sich andessen Rande eine steinerne Streitaxt, nicht weit davon linksKnochen von der oberen und unteren Kinnlade eines Pferdes,rechts in der Nähe der Streitaxt Bruchstücke von „verzierten„Urnen (schnurverz. gesclnv. Becher und sclmurv. Amphora)„und stark verwitterte, fast federleichte Knochen von einem„Menschenschädel, Stücke von Arm- und Bein-Röhren, einen„schwarzen, mit der Glasur fast vollständig verwittertenMenschenzahn und bedeutend viele Asche." „Die verwitterten„Knochen lagen auf kleinen Quarzkristallen, welche sich in„sehr grosser Anzahl vorfanden, und mehr oder weniger durch„das Feuer gelitten hatten. — Unter diesen Steinchen befand„sich auch ein geschliffener Feuerstein, 3 / 4 Zoll lang und 1 / i„Zoll breit; vielleicht das Bruchstück eines kleinen Messers."