erfolgte Nachbestattungen gestört wurden, sind dennoch einegrosse Anzahl von Gcfässen erhalten, welche als diesen Toten 1Wohnungen eigentümlich bezeichnet werden müssen. Es lassensieb mehrere lokale Gebiete abgrenzen, die in sich ein völligeinheitliches Inventar an Thougefässeu aufweisen (Tischlera. a. 0. S. 112); ein solches umfasst Hannover, Oldenburg, dasnördliche Westfalen, Ostholland, besonders die Provinz Drenthe(a. a. 0.). Nach Tischler (a. a. 0.) ist dies Gebiet gegendie Nachbargebiete aber nicht abgeschlossen, sondern es findensich verwandte Gebiete östlich und westlich in einem grossenTeile von Nord- und West-Europa. Nach Virchow (a. a. 0.S. 154) findet sich in der Mehrzahl der megalithiscben Denk-mäler kein Metall, „wenn wir es finden ist es Kupfer oderes sind höchstens kümmerliche Bronze-Plättchen, die auf einensehr geringen Besitz von Metall und auf geringe Kunst in derHerstellung der Sachen hinweisen." Dagegen reichen diewestdeutschen und holländischen „Biesengräber oder Hünen-betten" nach Hoernes (Urgeschichte des Menschen, S. 303)nicht bis an das Ende der jüngeren Steinzeit, sondern er be-trachtet sie als älter. Die Toten sind ausnahmslos unver-brannt beigesetzt. Ein Schädel, der sich damals fand, „wider-streitet nicht der typischen Form der sogenannten Germanen-schädel mit seiner etwas vollen, mesocephalen, jedoch starkin die Länge ausgezogenen Form, die man nach der älterenEinteilung dolichocephal genannt haben würde: es ist ein zu-gleich breiter und langer Schädel. So mögen wir uns die da-malige Bevölkerung denken; sie war gross und kräftig ohneZweifel." (Virchow a. a. 0. S. 154.) Sicher ist, dass inBezug auf die ächte Keramik der Megalithgräber allerdingseine Periode vorzuliegen scheint, die zweifellos in sich formalund ornamental scharf abgegrenzt und sowohl von der neo-lithischen Bandkeramik als auch der des schnurverzierten Becherswesentlich verschieden ist. Der Grabbau an und für sichdürfte jedoch für eine bestimmte ethnographische Zuteilungschwerlich entscheidend sein. Im Rheinlande sind Megalith-gräber bisher noch nicht mit Sicherheit nachgewiesen worden.Einige Steinblöcke, welche im Siebengebirge, ähnlich den
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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
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