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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
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Der Brand scheint ein schwächerer zu sein, denn so wenighaltbar erwiesen sich die Bruchstücke, dass sie trotz grössterVorsicht kaum unzerbrochen an das Licht geschafft werdenkonnten. Aus diesem Grunde habe ich keine sichere Vor-stellung von der Form gewinnen können, welche diese Ge-fässart in ihrer ursprünglichen Beschaffenheit aufzuweisenhatte. Es scheinen mir nach Vergleichen in den rheinischenMuseen nur jene dünnwandigen Kugeltöpfe zu sein, wie sieauf den Gräberfeldern von Monsheim, Nierstein, Oberolm,Albstein, Kirchheim, N.-Walluf, im Fundament des Arckiv-gebäudes in Wiesbaden und in den Höhlen von Steeten nebenGelassen der ersten und zweiten Art vorgefunden worden sind.Eine der Scherben zeigt Gurtfurchen und kleine Kerben alsVerzierung, abgeb. Taf. I, Fig. 5. Das Taf. I Fig. 4 abge-bildete Töpfchen bildet mehr eine Ausnahme von Gelassendieser dritten Art. Es fand sich mit dem Topfe Taf. I Fig. 2zusammen auf der Sohle einer Grube vor, und zwar fest vonder Branderde umschlossen, so dass jede Möglichkeit, hieretwa ein späteres Erzeugnis gefunden zu haben, ausgeschlossenist. Der Thon sieht wieder wie unvermischt aus, und hateine reine, graugelbe Bruchfläche. Die Wand ist am Bodendes Gefässchens am stärksten; sie verdünnt sich nach obenhin in gleiehmässiger Weise. Au dem oberen Teile des Töpf-chens ist ein durchbohrtes zylindrisches Röhrchen angebracht.

Ueber die Ornamentik dieser Gruppe von Thongefässenhat Klop fleisch (Vorg. Alt. d. Prov. Sachsen IL 1 u. 2,S. 1106) weitgehende Studien gemacht. Nach seinem Vor-gange habe ich sie wegen des vorherrschenden Motives, dasaus Bändern besteht,neolithische Bandkeramik" genannt.Es lassen sich, wie Klop fleisch ebenfalls zuerst (a. a. 0.)festgestellt hat, drei Gruppen unterscheiden:

a) Gruppe der Winkelband-Verzierung, Taf. I,Fig. 1016. Dieselbe zeigt recht- oder spitzwinkelig bre-chende und endende Bandstreifen (Tänien), mit denen nurhin und wieder einzelne Bogenlinien verbunden werden, umeinfachste Zacken, seltener am oberen Randteile der Gefässebliiten- oder palmettenartige Figuren zu bilden.