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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
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sehen (vgl. L i n cl e n s c h m i t, Zeitschr. zur Erf. d. Rhein..Gesch. u. Altert, in Mainz, B. 3, H. I. Mainz 1868, S. 1 und f.,Taf. 1, Fig. 2).

2. Wenig ausgebauchte Töpfe mit Warzen undSehnurösen, wie der Topf Taf. I Fig. 2 zeigt; we-nigstens stimmen grössere Scherben, die zusammen in einerGrube gefunden wurden, mit der Technik und mit der einenoder anderen Einzelheit dieser Form überein. An den Seitensind vier durchbrochene rundliche Ansätze angebracht. Die-selben stehen zu je zweien übereinander und zwar senkrecht,,so dass durch jene Oesen eine Schnur gezogen, vermittels derendas Gefäss getragen werden konnte. Auch haben andereStücke wieder jene warzenförmigen Ansätze von cmDurchmesser und 1 ] / 2 cm Dicke. Henkeiförmige oder jenenach oben sich biegenden Ansätze die Anfänge der eigent-lichen bei den Gefässen der sogenannten Kupfer- oder Bronze-zeit auftretenden Henkel wurden nicht vorgefunden. DieBruchfläche dieser Gefässe ist durchschnittlich 69 mm dick;sie hat eine grauschwarze Farbe, welche jedoch unterbrochenwird durch vereinzelte, bis zu 2V 2 mm dicke Stückchen zer-schlagenen Quarzes und anderen Gesteines, sowie auch durchorganische Teilchen, welche der Holzkohle gleichen. DieFarbe des Aeusseren ist durch Dämpfen erzieltes Schwarz.Der Brand ist nur bis zu geringem Grade bewirkt worden,so dass ein Anschlag gegen die Wand des Gefässes dumpf tönt,wie der gegen Holz gerichtete; ungeachtet dessen hat manMühe, die Oberfläche mit dem Daumennagel zu ritzen. Iden-tische unverzierte Scherben fanden sich unter den Steetener,unter den von Schierstein, vom Landgraben bei Mosbach, neuenArchivgebäude und von der Villa Bertuch; identisch sind auchScherben von Nieder-Walluf und Albstein a. d. Eis.

3. Unten kuglig abgerundete Töpfe mit Schnur-ös en, wie Taf. I Fig. 3 (vom Hinkelstein) zeigt. Die-selben sind dünner; sie lassenZusätze erkennen, die 6 bis 7

mm

mit blossem

breite Bruchflächc

Auge keinerlei

sieht

vielmehr völlig gleichmässig aus. In der Mitte ist sie rötlich-grau, an den Rändern in einer Breite von 1 bis 2 mm braun.

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