hingen und Keilinschriften aus der Zeit des Königs Sargon 1.von Akkad, der etwa in das Jahr 3800 vor Chr. versetztwird. AVie in Cypern, so wird auch die Kupferzeit Assyriensund Aegyptens in das 4. vorchristliche Jahrtausend verlegt,„wobei", wie M u c h (a. a. 0. S. 341) mit Recht sagt, „be-merkt werden muss, dass der Beginn in jedem dieser Ländernoch um ein Bedeutendes weiter in der Zeit zurückgreifen,sich aber auch um jenen Fixpunkt herwärts ausdehnen kann."
Die aus solchen Niederlassungen und Gräbern stammen-den Gefässe haben etwas Urtümliches schon in der Gestalt.Sie weichen nämlich, wie Taf. I zeigt, nur AVeniges von derCylinder- und Kugelgestalt ab. Es fehlt bei denselben an-fangs noch jede Art von Hohlkehle, Standring und Henkel.An der Stelle der letzteren findet man vielmehr nur einfacheWarzen und Sclmurösen. Unter den Gefässresten der Mecken-heimer Ansiedelung lassen sich der Form nach unterscheiden:
1. Gedrungene cylindrisclie Töpfe mit warzen-förmigen Ansätzen wie Taf. 1, Fig. 1. Wenigstensfand ich grössere, völlig horizontale Bodenstücke mit unver-mittelt senkrecht aufsteigenden AVandteilcn, ebenso erschieneneben glatte Wandsttieke derselben Technik. Sie sind roh,wie erste ATrsuche der Gefässbildung. Die Wände der ver-hältnismässig nicht hohen Töpfe haben bis zu 1 1 /, cm Stärke;die Gefässmasse hängt schlecht zusammen, wie ein nur ver-mittels der Sonnenglut gehärtetes Lehmstück. Auch ist dieFarbe der Bruchfläche die des getrockneten Lehmes. Nachder Aussenseite hin geht dieselbe jedoch etwas in das Gelb-rote über, und dieses ist ein Zeichen von leichtem Brande.Auch spricht für ein Verständnis der technischen Behandlungdes Thones die Bruchfläche, welche nämlich zahlreicheStückchen zerstossenen Gesteines zeigt, von denen einige dieStärke von 2 mm erreichen; viele sind sogar 4 mm dick.Solche Zusätze bewirken bekanntlich eine bedeutende Wider-standsfähigkeit der Gefässwände gegenüber der Hitze desFeuers. Gleichartige Gefässe wurden auch auf dem neoli-thischen Gräberfelde von Monsheim gefunden. Hier wie auchin Meckenheim sind viele mit warzenförmigen Ansätzen ver-
Koenen, Gefässkunde. 2