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Gefässkunde der vorrömischen, römischen und fränkischen Zeit in den Rheinlanden
Entstehung
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geologisch nicht zu bestimmen, weil es eine scharfe Grenzezwischen jüngstem Diluvium und Alt-Alluvium nicht giebt.Der Versuch localer Gliederung wäre auf genauer topogra-phischer Grundlage zu machen, aber leider ist dies bishernicht geschehen. Aber auch dann werden die Verhältnisse localausserordentlich wechseln wegen der secundären Umlagerun-gen. So erreicht der Lüss die höchste Höhe in der Rhein-provinz bei Caan, einem Dörfchen zwischen Isenburg undNauort, d. h. zwischen dem linken Ufer des Saynbachs undden Zuflüssen des Brechbachs, also in der Nähe, freilich schonausserhalb des Neuwieder Rheinbeckens, nnö. von Engers undSayn. Ob Geschiebe darunter liegen, ist noch nicht festge-stellt. Zwischen Bendorf und Grenzhausen steigen die Geröllebis zu 300 m über dem Meere und 245 m über dem Rhein.Diese höchsten Terassen", so sagte Rauff (Privatmitteilungan den Verfasser),sind natürlich sehr viel älter als z. B. dieGerolle vom Rodderberg in nur 178 m über Meere, und 130 müber Rhein, noch älter als nun gar die niedrigsten bei Ander-nach." Ueber diese relative Zeitstellung kann der Geologenicht hinaus.

Um so bedeutungsvoller wird daher die von mir am10. Februar 1883 auf dem Martinsberg bei Andernach ent-deckte Ansiedelung, welche der Mortillet'schen Periode vonMadeleine entspricht; verglichen mit den Fuudumständen derNeanderthaler diluvialen Weidefauna giebt sie auch beachtens-werte Fingerzeige hinsichtlich der Periode von Solutre. Diebetreffenden Niederlassungsreste liegen zu Andernach 30,04 müber dem Nullpunkt des Local-Pegels. Sie wurden von den dasganze Neuwieder Becken bedeckenden und weit über dieseGegend hinaus verbreiteten vulkanischen Aschenschichten undTutfschlanunmassen oben so abgeschlossen, dass die Culturresteunversehrt und unvermischt mit späteren Überresten bis aufden heutigen Tag erhalten blieben. Aber auch rückwärtsreichen diese Ansiedelungsreste in keine ältere Periode hinein,weil die Mensehen hier so dicht am damaligen Rheinuferwohnten, dass sie in älterer Zeit hier nicht hätten hausenkönnen, indem nämlich der Rhein die Örtlichkeit bedeckte.