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tragenden Kratzer, oder die breit ovalen, oben und unten zu-gespitzten Instrumente, und berücksichtigt, dass sieli keinesdieser Geräte mit den Formen der Andernacher und la Made-leine-Steinwerkzeuge vergleichen lässt, dass auch der Periodevon Solutre die geschnitzten Knochensachen fehlen, dann kann,ganz abgesehen von den auf eine ältere Zeit weisenden Fund-umständen der Gegenstände von Solutre, an die Berechtigung"dieser Sonderstellung gegenüber den Funden von St. Acheul,Moustiers und Madeleine nicht gezweifelt werden. Es ist da-her ein Irrtum, wenn Schaaffhausen (Festschrift der XIX.allgemeinen Versammlung der Deutschen AnthropologischenGesellschaft gewidmet vom Verein v. Altertumsfreunden imRheinlande, Bonn 1888, S. 27—31) sagt, die Einteilung „wiesie Herr von Mortillet aufgestellt hat", dürfe „nicht streng-genommen werden" u. s. w. Da die Typen der Steingeräte,der Knochenwerkzeuge und Schmucksachen von la Madeleineidentisch sind mit denjenigen des Martinsberges in Andernach,die von Solutre, wie schon gesagt, ganz anders aussehen,auch nicht mit den Typen von Chelles und Moustiers ver-wechselt werden können (vgl. Abbildungen Uber die verschie-denen Arten bei Hoernes, Die Urgeschichte des Menschen,.S- 188—191), so liegt die Wahrscheinlichkeit nicht fern, auchim Rheinlande diese Art von Culturresten zu finden.
cl) Typen von la Madeleine.
Die Periode von la Madeleine bildet bekanntlich denSchluss der Mortillet'schen Diluvialzeit. Es ist für die rheini-sche Forschung von der grössten Bedeutung, diesen Schluss-stein einer für die Völkerkunde bedeutungsvollen Periode zufixiren. Das ist auf dem rein geologischen Wege nicht mög-lich. Nach der gütigen Mitteilung des schon genannten Geo-logen Herrn Dr. Rauff nämlich linden sich in der Rhein-provinz Lehm und Geschiebe der Diluvialzeit bis zu einerHöhe von 325,5 m Uber dem Nullpunkte des AmsterdamerPegels und in einer Höhe von 325,5 — 63,9 = 261,6 m überdem in der geschichtlichen Zeit erreichten höchsten Wasser-stand. Wie weit aber diese Diluvialmassen hinabsteigen, ist