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haken, den Haken rechts gekehrt). Altes, sclilesischeS Adelsgeschlcclit,welches gegen Ende des 10. Jahrh. nach Oesterreich kam, später auchin der Lausitz, im Brandenburgischen und Cieveschen, in Westpreussenund in Sachsen begütert und häufig mit dem gleichnamigen sächsischenGeschlechte verwechselt wurde, so dass eigentlich nur die Wappen, sowie die neuerlich festgehaltene Schreibart der Namen: v. Oppell undv. Oppel, Opel über den Ursprung von der einen oder der anderen Fa-milie entscheiden kann. — Die schlesische Familie v. Oppell soll, nacheiner Familiensage, den eisernen Schiffshaken deshalb in das Wappenerhalten haben, weil Sprossen derselben in einem Treffen mit den Sa-racencn mit solchen Haken den Feind zum Fliehen gebracht, währendeine andere Sage dahin lautet, dass zur Zeit Carl des Grossen zwei Brü-der des Stammes einige mit Mannschaft angefüllte saracenische Schiffedurch solche Haken an sich gezogen und versenkt hätten. — Das Ge-schlecht stand schon im 14. Jahrh. in Schlesien in grossem Ansehenund Petrus v. Oppeln war um 1362 Bischof zu Lebus. Im Laufe der Zeitbrachte dasselbe im Wartenbergischen, Oclsischcn, Freistadtischen undJauersclien bedeutenden Grundbesitz an sich, blühte im Jauerschen nochgegen Ende des 18. Jahrh. und ist in diesem Jahrhundert von Neuem inSchlesien und im Brandenburgischen, s. u„ begütert geworden. In Schle-sien waren bereits 1503 Kampern unweit Trebnitz und 1540 Quolsdorfbei Bolkenhain in der Hand der Familie, welche später auch zu Jacksche-nau, Pangern und Jenckwitz sass. Die Jonckwitzcr Linie ging 1695 mitHans v. O. und Quolsdorf auf Ileidau, fürst!. Hofmeister zu Oels, einemSohn des gewesenen Landesältesten des freistädtischen Weichbildes Ilansv. 0., wieder aus, die Linie des Georg Abraham v. 0., welcher 1731Herr auf Tiemendorf unweit Crossen war, blühte dauernd .fort.—InOesterreich kommen zuerst Johann Christoph v. Oppl. Herr auf Zeissenund Redlein, welcher 1596als Oberstlieutenant der Stadtgarde zu Wienstarb, so wie Johann v. Oppl der Aeltere, Herr auf Petersdorf undNeudorf, vor. Mit Letzterem beginnt die Stammreihe der österreichi-schen Linie, welche bis Ende des 17. Jahrh. bekannt ist. — In Sach-sen ist die Familie zu grossem Ansehen durch zwei Brüder gekommen:Carl Friedrich Gustav v. Oppell, geb. 1795 zu Cunnersdorf bei König-stein, k. sächs Generalmajor und Staatsminister, Minister des Kriegs a.D.(seil 1848), und Hans Heinrich v. 0., geb. 1796 zu Wachau bei Ra-deberg, k. sächs. Oberst der Reiterei a. D. (seit 1849). Die Schwe-ster Beider, Mathilde v. 0., geb. 1794 und gest. 1861, hatte sich 1817mit Albrecht Grafen v. Holtzendorff, k. sächs. Generallieutenant a. D.(seit 1853) vermählt. Ein Sohn des Generalmajors und Ministers v. 0.:Carl v. 0., wurde 1854 Obcrlieutenant im k. sächs. 1. Jägerbataillonund die Tochter. Clara v. 0., geb. 1831, vermählte sich 1855 mitBernhard Grafen v. Holtzendorff, k. sächs. Hauptmann. — Als begü-tert im Kgr. Preussen wurden von Rauer 1857 aufgeführt: v. Oppell,Herr auf Thiemendorf (Fideicommiss) im Kr. Crossen und v. Oppell,Herr auf Salisch im Kr. Glogau. — Hans Ludwig v. Oppell ist k. sächs.Geh. Regierungsrath und Domherr zu Naumburg.
ßücelini Stemmat. III. — Spener , Thoor. Insign. S. 302. — Sinapius, I. S. 385 u. II. S,