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6 (1865) (Loewenthal - Osorowski)
Entstehung
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Loewentlial, Freiherren (Schild geviert: 1 und 4 in Silber einschrägrechter, mit drei seehsstrahligen Sternen belegter, blauerBalken,hegleitet oben und unten von einer schräglinks gelegten, blauen Lilie u.2 und 3 in Roth ein einwärtsgekehrter, doppelt geschweifter, goldenerLöwe, welcher in den Vorderpranken einen goldenen Stern hält). Kur-pfälzischer Freiherrnstand. Diplom vom 11. Apr. 1785 für Felix Adamv. Löwenthal, kurpfälz. Geh.-Rath, Regier.-Canzler und Lehenpropstzu Amberg. Derselbe, später als k. bayer. w. Geh. Rath und Geh. Re-ferendar und Herr auf Deining und Leutenbach in die Freiherrnclasseder Adelsmatrikel des Kgr. Bayern eingetragen, stammte aus einemAdelsgeschlechte Bayerns und der Oberpfalz. Der Adel war in das-selbe 1626 in der Person des Albrecht Sigmund Loewenthal gekommenund zwar wegen seiner Verdienste um das Münzwesen in Prag undwegen bedeutender Vorschüsse im böhmischen Kriege, weshalb auch1654 das Wappen verbessert und mit einem zweiten Helme vermehrtwurde.

v. Lang, S. 181. Siebmacher, III. 137: das vermehrte Wappen von 1654 und V. 82:Staramwappen. W.-B. d. Kgr. Bayern, III. 54 und v. WÖlckern, Abth. 3. S. 149 und 150. v. Hefner, bayer. Adel, Tab. 45 und S. 46. Kneschke , II. S. 281 und 82.

Loewentlial,Ritter. Böhmischer Ritterstand. Diplom vom 29. Apr.1694 für Johann Baptist und Martin Allio Loewenthal.

v. Hellbach, II. S. 67.

Loewenthal, s. Hayn, Heino v. Loewenthal, Hayn undLoewenthal, Bd. IV. S. 260.

Loewentlmrn, Freiherren. Erbl.-österr. Freiherrnstand. Diplomvon 1704 für Friedrich Leopold v. Loewenthurn, nieder-österr. Regi-mentsrath, wegen 40jähriger Dienstleistung.

Megerle v. Mühlfeld, S. 67.

Loewenwalde, Löwenwolde, auch Grafen. Altes, liefländisches,in den schwedischen Grafenstand erhobenes Geschlecht, aus welchemein Sprosse des zu Rud, Augas etc. begüterten Stammes, nachdem ermit mehreren Liefländischen vom Adel auf Seite der Krone Polen ge-treten und dadurch mehrere Güter verloren, sich nach Kursachsen mitseinen drei Söhnen wendete und vom Könige August II. in Polen zumGeh. Kriegsrathe und zum Gouverneur des unmündigen Erbprinzen zuSachsen-Merseburg Moritz Wilhelm ernannt wurde. Als im Sept. 1706die schwedische Armee in Sachsen einfiel, glaubte er sich in Merseburgnicht sicher und begab sich daher mit dem Erbprinzen in das Mark-

Kneschke, Deutsch. Adels-Lex. VI. 1