— 603 —
braunsckweigischen Gesandtschaft zu Berlin angestellt. — Die Familiegehört im Kgr. Hannover durch Besitz der Güter Stöckendrebber imCalenbergischen und Wulmstorf im Hoyaischen zu dem ritterschaftlichenAdel der calenbergischen und hoyaischen Landschaft und mehrereSprossen derselben sind namentlich wie früher, auch in neuer Zeit inhannov. Staatsdiensten zu hohen Ehrenstellen gelangt.
Gaulie, I. S. 1542: nach Musliard, Mouuni. Bremens, in der Tab. geneal. der v. Sand-be ck. — Yaterl. Archiv, 1823, III. S. 190. — Ersch und Gruber , Eupyklop. Sect. 3. Tli. III.S. 393. — Ilannov. Landesbl. 1830, S. G8 u. 75. — Freih. v. d. Knesebeck, S. 223 — Sieb-macher, III. 142: v. Ünitheda, Braunsohweigiscli. — v. Scheele, Ducat. Lürieb. Tabula. —v. Meding, I. S. 421. — Suppl. zu Siebm. W.-B. II. 28. — Tyroff, I. 131: F. II. v. 0. — ~\V. -B.d. Kgr. Hannover, 0. 28 u. S. 11. — Kneschke, II. S. 327 u. 28.
Opacki, Grafen. Grafenstand des Kgr. Preussen. Diplom vom5. Juni 1797 für Chrysantius v. Opacki auf Mezenin. — Altes, polni-sches, dem Stamme Prus III. einverleibtes Adclsgeschlccht, welches inOstpreussen im Lückschen und zu Gross - und Klein - Schwcykowen imKr. Johannsburg gesessen war.
Freili. v. Ledebur, II. S. 100.
Opalinski. Altes, berühmtes, zu dem polnischen Stamme Lodziazählendes Geschlecht, welches früher im Posenschen zu Opalencia undGraetz im Kr. Buk sass und auf dem Landtage zu Graudenz 20. April1682 das preuss. Jndigenat erhielt. Johann Casimir v. 0., gest. 1693•— ein Sohn des Woiwoden von Kaiisch Peter v. 0. — war Bischof vonCulm. — Der alte Stamm ist 1774 mit Adalbert v. 0., Woiwoden v.Sieradz, ausgegangen.
Freih. v. Ledebur, II. S. 1GG.
Opel, Oppel (Schild geviert mitMittelsehilde. Im von Silber undRoth quergetheilten Mittelschilde ein vorwärts sehender Mann in schwar-zer Kleidung, welcher in der Rechten einen königlichen Scepter hältund die Linke in die Seite stemmt. 1 u. 4 in Gold ein an die Theilungs-liuie angeschlossener, auswärtssehender, gekrönter, halber, schwar-zer Adler, und 2 u. 3 in Silber drei, 1 u. 2, fünfblättrige, rotlie Ro-sen mit goldenen Butzen). Reichsadelsstand. Diplom vom 1. Decbr.1635 für Johann Georg Oppel — so schreibt den Namen das Diplom,doch wurde der Name später mehrfach Opel geschrieben — der RechteDoctor, kursäcks. w. Rath, Herr auf Lomnitz u. s. w. Derselbe wurdeauch mittelst des angeführten Diploms, in dessen Anfange von einerErhebung in den Adelsstand, weiter unten aber von einem anererbten,adeligen Wappen und von einem anererbten adeligen, rittermässigenStande und Herkommen die Rede ist, zum kaiserlichen w. Rathe undk. Pfalz- und Hofgrafen, unter Ertheilung des Indigenats in den sämmt-lichen österreichischen Erblanden, ernannt. Johann Georg v. Oppel,aus einer sächsischen Familie stammend, welche nicht mit dem gleich-namigen, alten, schlesischen Adelsgeschlechte, welches sich jetzt ge-wöhnlich v. Oppell, s. den betreffenden Artikel, schreibt, verwechseltwerden darf, war ein Sohn des David Oppel, Herrn auf Silberstrassebei Kirchberg im Erzgebirge und auf Culrnen im Altenburgischen undstarb 1661 als kursäcks. Staatsminister und Herr auf Gossda, Lomnitz,Lichtenau, Lamperts- und Weilerswalde. Aus seiner Ehe mit einerTochter des zu seiner Zeit sehr bekannten und berühmten D. David