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6 (1865) (Loewenthal - Osorowski)
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der Zeit ist dann die sächsische Linie ausgegangen, die preussischeLinie aher blühte dauernd in mehreren Zweigen fort und bis auf dieneueste Zeit haben viele Glieder der Familie in der k. preuss. Armeegestanden. Casimir Reinhold v. d. 0. starb 1753 auf seinem Gute Freu-denthal in Preussen. Derselbe, bereits 1709 Fähnrich im RegimenteGraf zu Dohna, wurde 1739 Chef des Cadettencorps zu Berlin und1750 Oberst. Aus seiner Ehe mit Luise v. Mülheim a. d. H. Wundlackentsprossten, neben drei Töchtern, fünf Söhne. Der Eine derselbenstarb 1757 an seinen, in der Schlacht bei Prag erhaltenen Wunden zuPrag als Generalquartiermeister und Adjutant des Königs; der Zweite,Anton Leopold v. d. 0., der bekannte Uebcrsetzer des Polybius, dienteanfangs in der k. preuss. Armee und war 1786 polnischer Oberst; derDritte, Heinrich Ernst v. der 0., starb 1784 als Oberst und Comman-deur des Regiments Alt-Rothkirch und der Vierte, Heinrich Ernstv. d. 0., verschied 1787 zu Ottmachau als Oberstlieutenant des Gar-nisonregiments v. Könitz. Was neuere Sprossen des Stammes anlangt,so starb Albrecht v. d. 0. als Capitain im k. preuss. 12. Infanteriere-gimente den Tod für das Vaterland 1813 bei Döbern in Holland und1837 , in welchem Jahre noch sieben Glieder der Familie, meist ausdem Hause Montig, in der Armee standen, lebten: Carl v. d. 0., Oberst-lieutenant a. D., früher im K. Alexander-Grenadierregimente; Leopoldv. d. 0., welcher früher als Premierlieutenant im Regimente v. Treskowgedient, wurde später Steuer-Inspector und Bernhard v. d. 0., Majora. D., stand früher im 1. Infanterieregimente.

Sagittarins, Gleichensche Historie, S. 437. Knaut/i, S. 545. Horn, Handbibliothek,HJ. S. 306. - Gauhe, J. 1534 u. 35 und 1J. S. 817 n. 18 und S. 1685 u. 86. Zedier, XXV.S. 738. N. Pr. A.-L. III. S. 47375. Freih. v. Ledebur, II. S. 160 u. 61 und III. S. 317. Siebmacher , I. 165: v. Ölsnitz, Meissriiscli. o. Meding, III. S. 469. W.-B. der sächs.Staaten. X. 65.

Oeminga. Reichsadelsstand. Diplom von 1750 für Siegfried Oe-minga, k. schwed. Consistorialrath und Professor, und für den Bruderdesselben, Julius Oeminga.

llandscliriftl. Notiz.

Oep, Oepp, Oepe. Ein aus Ungarn nach Franken, wo dasselbedem Rittercanton Rhön-Werra einverleibt wurde und dann in das An-haltsche gekommenes Adelsgeschlecht, welches in Ungarn 1600 zuGross-Watzdorf und 1637 zu Raccendorf, in Franken 1632 zu Bischofs-heim und im Anhaltsclien 1637 zu Horsdorf und zu Scheuder und aufletzterem Gute noch 1736 sass. Ferdinand v. Oepp, kaiserlicherOberst, war Herr zu Raccendorf. Der Sohn desselben, Rudolph v. 0.,kaiserl. Rath und Assessor der pressburger Gespanschaft, machtesich zuerst im Anhaltsclien mit Horsdorf und Scheuder ansässig. Ausseiner Ehe mit Barbara v. Seiberstadt entspross 1637 ein nachgebore-ner Sohn, Ferdinand v. 0. Derselbe vermählte sich später mit Sibyllav. Wuthenau a. d. H. Paschleben, und aus dieser Ehe stammte Leb-reclit Ferdinand v. 0., fürstl. casselscher Oberst und General-Adjutantdes Erbprinzen, weichersieh mit einer v. Brandenstein, WitUye desGeneralmajors und Commandanten von Cassel v. Ufl'el, vermählte. Dassderselbe den Stamm fortgesetzt, ist nicht bekannt.